Mit Pilzvergiftung in Innsbrucker Klinik: Urlauberkinder verzehrten Knollenblätterpilz
- Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
- Leber- und Nierenwerte nach Infusionstherapie "gut"

Nach einer Pilzvergiftung durch einen Knollenblätterpilz sind drei deutsche Urlauberkinder an der Klinik Innsbruck in Behandlung. Die achtjährigen Zwillingsbrüder und ihre zehnjährige Schwester waren mit krampfartigen Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall eingeliefert worden. Die Kinder liegen seit knapp einer Woche im Krankenhaus.
"Das Gift greift die Leber an und äußert sich nach einer Latenzzeit von rund acht bis maximal 20 Stunden mit derartigen Symptomen", erklärte ein behandelnder Arzt. Die Kinder seien rechtzeitig ins Spital gebracht worden, weswegen die Leber- und Nierenwerte der drei nach der Infusionstherapie "gut" seien.
In den kommenden Tagen werde man die Behandlung beenden und die Kinder zur Überwachung der Werte auf der Station behalten. Nach Angaben des behandelnden Kinderarztes dürfte das Vergiftungsausmaß "nicht all zu stark" gewesen sein. "Bei einer ausgeprägten Leberschädigung kann es allerdings bis zu einer Transplantation führen."
Die Urlauberfamilie hatte Pilze im Gnadenwald im Bezirk Innsbruck-Land gesucht. Dabei dürfte sie einen giftigen Knollenblätterpilz mit einem Wiesenchampignon verwechselt haben. Am nächsten Morgen wurden die drei Kinder ins Krankenhaus eingeliefert. Sie hatten den Großteil des Pilzgerichts verzehrt.
(apa/red)
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