Dienstag, 26. August 2008

Die Ferien können ganz schön lange sein:
Österreicher fordern mehr Betreuungsplätze

  • Schulfreie Zeit ist schwierig für berufstätige Eltern
  • Aber Großteil will keine Kürzung der schulfreien Zeit

Die lange Dauer der schulfreien Zeit im Sommer ist toll, die Kinderbetreuungsangebote lassen zu wünschen übrig. Diese Meinung vertreten laut dem Infoscreen-Monitor, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut OGM, eine Vielzahl von Österreichern. 54 Prozent beurteilten bei einer Telefonumfrage im August die Beaufsichtigungs-Möglichkeiten als "unzureichend".

Nur ein Viertel hält die derzeitigen Angebote für "ausreichend", 21 Prozent machten keine Angaben. Während es vor allen in Städten im Sommer mehr Angebote gebe, werde im ländlichen Raum verstärkt auf die Hilfe der Familie zurückgegriffen. Viele berufstätige Eltern hätten Schwierigkeiten, ihre Kinder die gesamten Ferien selbst zu versorgen bzw. betreuen zu lassen, heißt es im Infoscreen-Monitor.

An der langen Dauer der schulfreien Zeit wollen allerdings nur wenige etwas ändern: 58 Prozent der 503 Befragten stimmten in der Umfrage für eine Beibehaltung der neunwöchigen Ferien. Gut ein Drittel wünschte sich Herbstferien sowie eine gleichzeitige Verkürzung der freien Zeit im Sommer. Interviewt wurden kinderlose Personen und Eltern, besonders Familien sprachen sich für weniger Ferien im Juli und August aus. Acht Prozent gaben bei dieser Frage keine Antwort.
(apa/red)

26.8.2008 07:49