Zwölfjährige mit 2,8 Promille im Spital:
Bediente sich am elterlichen Alkoholvorrat
- Mutter fuhr ohne Kind auf Urlaub nach Rumänien
- Arbeitskollege hätte auf Kinder aufpassen sollen

Ein zwölfjähriges Mädchen aus Birkfeld im oststeirischen Bezirk Weiz ist am Wochenende mit einem Blutalkoholgehalt von 2,8 Promille ins Landeskrankenhaus Graz eingeliefert worden. Gemeinsam mit einem Elfjährigen, der alleine zu Hause war, trank das Mädchen mehrere Alkoholika. Die Zwölfjährige soll aus der Intensivstation entlassen werden, teilte Maximilian Ulrich von der Sicherheitsdirektion Steiermark mit.
Die beiden Kinder trafen sich bei dem Buben, dessen allein erziehende Mutter nach Rumänien verreist war. Der Elfjährige hatte nach einem Stamperl Cognac genug, das Mädchen hingegen trank einen halben Liter Cognac und nahm noch einen größeren Schluck Wein und ein Stamperl Eierlikör. Die Mutter der Zwölfjährigen fand die Kinder eineinhalb Stunden später alkoholisiert vor und verständigte sofort die Rettung. Das Mädchen wurde umgehend in in die Intensivstation des LKH Graz gebracht, der nur leicht alkoholisierte Elfjährige wurde seinen Großeltern übergeben.
"Das Mädchen hat Glück gehabt, dass man sie rechtzeitig gefunden hat", schilderte Sicherheitsdirektions-Sprecher Ulrich. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass ein ehemaliger Arbeitskollege der Mutter auf die Kinder aufpassen hätte sollen. Auch wenn er keine konkrete Schuldzuweisung treffen wolle, "aber Kinder in diesem Alter dürfen nicht einfach unbeaufsichtigt zurückgelassen werden", so Ulrich.
(apa/red)
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