Schlau und wendig durch Computerspielen:
Wie Geist & Körper vom Zocken profitieren
- Spieler sind in der Lage, Probleme schneller zu lösen
- Games als Therapie für Alzheimer- und MS-Patienten

·Frohbotschaft für alle
Computerspiel-Fans
Studie: Gelegentliches Zocken baut Stress ab
·Auch Senioren haben Spaß am Computer
Spiele für viele Deutsche ein beliebter Zeitvertreib
Bestimmte Arten von Videospiele können positive Effekte auf die mentale und körperliche Verfassung der Spieler haben. Konkret verbessert werden können etwa Geschicklichkeit, Wahrnehmung und die Fähigkeit der Nutzer, durch kognitives Denken Problemlösungen zu erarbeiten.
Positive Nebeneffekte haben sich v.a. bei jüngeren Gamern nachweisen lassen. So ergab etwa eine Untersuchung von Kindern im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren, dass diese während des Videospielens deutlich höhere geistige Fertigkeiten an den Tag legten, was das Erkennen und Lösen von verschiedenen Problemen betrifft. Aber auch ältere Menschen könnten in solchen Bereichen, wo eine besondere Fingerfertigkeit notwendig ist, von Videospielen profitieren.
Unabhängig von Alter, Geschlecht & Bildung
Wie die Effekte genau diese aussehen, hängt sehr stark von bestimmten Faktoren wie dem Ausmaß der Videospielnutzung, den Spielinhalten, der Art des Spielprinzips und -verlaufs sowie dem eingesetzten Steuerungsmodell ab. "Ein Pauschalurteil über Videospiele kann deshalb nicht abgegeben werden. Sie sind weder gut noch schlecht", fasst erklärt Douglas Gentile, Psychologieprofessor an der Iowa State University, zusammen. Es hat sich aber gezeigt, dass fortgeschrittene Erfahrung im Umgang mit Videospielen unabhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Ausbildung ein durchaus sicheres Anzeichen für verbesserte Fähigkeiten in anderen Bereichen sind. "Videospiele können ein mächtiges Erziehungs- und Trainingswerkzeug sein", betont Gentile.
Therapie für Alzheimer- und MS-Patienten
"Auch in Österreich gibt es bereits zwei Untersuchungen, die einen positiven Effekt von Videospielen auf die Fähigkeiten der Spieler bestätigen", stellt Gerald Kossaer, Marketingleiter bei Nintendo Austria, fest. So hätten etwa Alzheimerpatienten mit Hilfe von "Dr. Kawishima's Brain Training" auf dem Nintendo DS und an Multipler Sklerose Erkrankte mit dem Wii-Fit-Board Fortschritte bei der Bekämpfung ihrer Krankheit erzielt. (pta/red)
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