Androsch will "Great Deal" für Österreich: Seine Vorschläge gegen Teuerung im NEWS
- Fordert mäßige Herbstlohnrunde mit Ausgleichs-Paket
- Finanziert mittels Einnahmen durch kalte Progression

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Einen "Great Deal für Österreich", um Löhne und Wirtschaft vor Teuerung sowie Abschwung zu retten, schlägt der Industrielle, frühere Finanzminister und Berater Hannes Androsch in einem Exklusiv-Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS vor. Es handle sich dabei um "ein Bündel an Maßnahmen, die nur aufeinander abgestimmt und gemeinsam ihre Wirkung entfalten können", erklärt Androsch im NEWS-Gespräch. In diesem Zusammenhang plädiert Androsch in NEWS für "eine mäßige, also maßvolle Lohnrunde im Herbst".
Damit die Sozialpartner auf der Arbeitnehmerseite dies akzeptieren können, müsse es gleichzeitig im Paket einen Ausgleich geben. Dieser Ausgleich solle laut Androsch zum einen die Teuerung abmildern. "Dies kann durch eine niedrigere Mehrwertsteuer für Lebensmittel erzielt werden. Preisdämpfende Maßnahmen sind auch für Strom und Mieten möglich und notwendig", so der frühere Finanzminister in NEWS. "Zweitens brauchen wir eine Entschärfung der enormen Lohnsteuerprogression. Dies wäre aus konjunkturpolitischer Sicht bereits 2009 nötig und nicht erst 2010", fordert Androsch.
Finanzierbarkeit
Zur Finanzierbarkeit dieses Paketes verweist Androsch im NEWS-Interview, auf jene "gut sechs Milliarden Euro, welche durch die kalte Progression seit dem Jahr 2000 zu Unrecht kassiert wurden". Zudem würde es ein Vielfaches kosten, wenn die Arbeitslosigkeit aufgrund der schwächeren Konjunktur steige. "Ein Great Deal ist eine konzertierte Aktion der Regierung gemeinsam mit den Sozialpartnern, Ländern und Gemeinden sowie den Einzelhandelsketten und der E-Wirtschaft. Wenn alle konstruktiven Kräfte zusammenarbeiten, entsteht eine Win-Win-Situation für alle. ES gibt kein sinnvolles Argument gegen so ein Paket", zeigt sich Androsch in NEWS zuversichtlich über die Umsetzungschancen.
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