Trotz steigender Gewinne: Baustoffkonzern Wienerberger will 25 Standorte schließen
- US-Baukrise drückt Ergebnis im 1. Halbjahr leicht
- Vorstand Reithofer verspricht "bestes Ergebnis"

Nach einem guten Start in das Jahr 2008 musste der heimische Baustoffproduzent Wienerberger nach einem enttäuschenden Halbjahresergebnis weitere Standortschließungen ankündigen. Das operative Ergebnis sei um acht Prozent auf 235 Mio. Euro zurück gegangen, teilte der Konzern mit. Auch für das zweite Halbjahr ist nicht mit einer Erholung des Marktes zu rechnen, dennoch erwartet sich Konzern-Boss Reithofer eines der "besten Ergebnisse" der Firmengeschichte.
Wienerberger erwartet durch steigende Zinsen, hohe Inflation sowie eine Verknappung der Kreditmittel eine weitere Abschwächung der europäischen Märkte für das laufende Jahr. Die preisbedingten Energiekostensteigerungen schätzt das Unternehmen auf 45 Mio. Euro für das Gesamtjahr. "Ich gehe für 2008 von einem Rückgang des operativen EBITDA von bis zu 15 Prozent aus. Wir werden aber dennoch eines der besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte der Wienerberger erwirtschaften", kündigte Vorstandschef Wolfgang Reithofer an. "Den Aktionären planen wir weiterhin eine attraktive Dividende auszuschütten, die auf Vorjahresniveau oder knapp darunter liegt."
Schließung kleinerer Werke
Die Produktion und damit auch die Fixkostenbasis will das Unternehmen trotzdem den Marktgegebenheiten anpassen. Das bedeutet, dass rund 25 Produktionsstandorte von Stilllegungen bzw. Schließungen betroffen sind.
"Neben Restrukturierungen in schwachen Märkten wie Deutschland und Großbritannien werden mittelfristig geplante Optimierungen auch im übrigen Werksnetz zeitlich vorgezogen", hieß es am Vormittag in einer Unternehmensmitteilung. Kleinere, ältere Werke würden vom Markt genommen und die Produktion in größere, kosteneffizientere Werke verlagert.
Die Wienerberger-Aktie gab nach dem Halbjahresbericht bis 9.45 Uhr um 3,7 Prozent auf 17,14 Euro nach. (apa/red)
Bilderberg-Treffen07:04
Faymann bei GeheimtreffKanzler nimmt erneut an Konferenz der Welt-Elite aus Finanz und Politik teil
Sexy Kicker07:23
Woki mit deim PopoDen EM-Titel gibt's erst am 1. Juli. Die Wahl des heißesten Stars der EM gibt's schon jetzt
Fürst Albert & Charlene07:05
Ehe unter DruckGanz Monaco wartet auf einen Thronfolger: Ein Paar im Focus der Öffentlichkeit

