ÖOC-Athleten

Alle Kanäle  

19.8.2008 08:55

Andi Geritzer hört mit Platz 19 nicht auf:
Entscheidet nach Pause über seine Zukunft

  • Überlegt einen Umstieg von Laser in die Finn-Klasse
  • War vor Qingdao zu fehleranfällig und unkonstant

Nein, mit Platz 19 nach Rang fünf in Sydney und Silber in Athen, könne er nicht aufhören. Für Andreas Geritzer wird es nach Qingdao 2008 weitere Olympische Spiele geben. Noch nicht ganz klar ist allerdings, in welcher Bootsklasse es der Wahl-Burgenländer versuchen wird. Zuerst will er Gespräche mit Sportdirektor Georg Fundak führen, sich mit seinem Trainer Steven Johannessen besprechen und nicht zuletzt den Kongress des Internationalen Segelverbandes (ISAF) abwarten, auf dem definitiv entschieden wird, welche Bootsklassen 2012 in London olympisch sein werden.

Während der Rausfall des Tornado nach der Reduzierung von elf auf zehn Bootsklassen fix ist, sind die Einhand-Klasse Laser und die Zweihand-Klasse 470er, in dem Sylvia Vogl/Carolina Flatscher zur Weltklasse zählen und Matthias Schmid/Florian Reichstädter ihr Können auch schon unter Beweis gestellt haben, derzeit vorgesehen und auch nicht gefährdet. Die jeweiligen Bootsklassen in den festgelegten Kategorien müssen jedoch im November bei der ISAF-Jahrestagung noch einmal bestätigt werden - und sicher kann man sich bei der ISAF nie sein.

"Es gibt natürlich immer Gründe, die Bootsklasse zu wechseln. Ich muss jetzt einmal einen klaren Kopf bekommen und einfach schauen, was ich machen möchte. Ob ich meinen Körper so verändern möchte, dass ich in den Finn rein passe. Oder ob ich einfach so weiter trainiere, dass ich Laser segeln kann", sagte Geritzer. Finn Dinghi ist die Einhandklasse für schwere Segler, der Österreicher Florian Raudaschl hatte die Qualifikation für Olympia in China knapp verpasst.

Pause vom Segeln
Der 30-jährige Geritzer wird erst einmal eine Pause vom Segeln machen. "Ich werde im Februar noch einmal Vater, darauf freue ich mich sehr. Ich werde weiterhin schwimmen, laufen, Rad fahren gehen, das Konditraining aufrechterhalten und Spaß dabei haben. Vielleicht gehe ich auch eine Woche wandern. Aber Segeltraining wird jetzt einmal sehr zurückgeschraubt bis ins Frühjahr. Nach Athen habe ich wieder zur früh damit angefangen, ich habe vielleicht zu wenig pausiert nach den Spielen", meinte er rückblickend.

Die Enttäuschung über die verpatzte Olympia-Regatta vor Qingdao war früh ausgebrochen und hatte sich am letzten Wettfahrttag schon etwas gelegt. "Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich nicht an die Leistung von vor vier Jahren habe anknüpfen können. Es war schon vor den letzten drei Tagen klar, dass es keine Medaille mehr wird. Das Ziel waren die ersten Drei. Und wenn ich in der Serie merke, dass sich das Ziel nicht mehr ausgeht, dann werde ich sehr, sehr fehleranfällig und unkonstant in meiner Leistung. Dann bessert man nach, schraubt das Ziele runter und sagt sich, was jetzt zählt, sind die ersten Zehn. Aber das ist dann nicht mehr das, was man ursprünglich wollte, sondern nur noch etwas, das man im Nachhinein erreichen kann."

"War in keinem Fluss drinnen"
Und so kam am Ende auch noch das Pech dazu, mit einem Frühstart und einem gebrochenen Pinnen-Ausleger. "Da hätten wir einmal Wind gehabt. Und dann sitze ich wieder draußen und schaue den anderen beim Segeln zu." Mit der Brechstange habe er es nicht versucht, aber er merkte selbst, dass er aufmerksamer bei der Sache ist, wenn es gut läuft. "Du siehst die Sachen, die um dich herum passieren viel einfacher. Es hat nicht funktioniert wie sonst, ich war in keinem Fluss drinnen." (apa/red)

19.8.2008 08:55
[an error occurred while processing this directive]
zurück zur Startseite