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22.8.2008 19:12

Boxkämpfe unter Manipulationsverdacht:
Punktrichter angeblich nicht zufällig gelost

  • Schwere Vorwürfe des rumänischen Box-Präsidenten
  • Unabhängige Überprüfung wurde bereits eingeleitet

Im olympischen Boxbewerb bahnt sich die Enthüllung eines möglichen Manipulationsskandals an. Wie der Internationale Amateur-Box-Verband (AIBA) bestätigte, wird derzeit der Verdacht der Schiebung von Wettkämpfen einer unabhängigen Überprüfung unterzogen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wurde eingeschaltet.

Rumäniens Box-Verbandspräsident und technischer AIBA-Delegierter Rudi Obreja wandte sich mit schweren Vorwürfen an die Öffentlichkeit. Obreja behauptete, dass Offizielle die per Computer erfolgte Zufallsauswahl der fünf Punktrichter und des Referees missachtet hätten. Die ausgewählten Personen wären im Nachhinein ausgetauscht worden, um so die Bewertung der Wettkämpfe zu beeinflussen.

"Nichts ist bewiesen oder widerlegt"
Für seine öffentlichen Aussagen wurde Obreja suspendiert. Terry Smith, ein technischer Delegierter der AIBA, versuchte mit dem Hinweis auf das Fehlen von Beweisen zu beschwichtigen: "Nichts ist bewiesen oder widerlegt", sagte Smith, der nach eigenen Angaben an faire Titelkämpfe glaubt. Tatsächlich hatte es im Laufe der bisherigen Wettkämpfe in Peking aber zumindest eine Anhäufung von höchst umstrittenem Entscheidungen der Punktrichter gegeben. (apa/red)

22.8.2008 19:12
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