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22.8.2008 17:12

"Rakete" Bolt holt sich dritte Goldmedaille:
Gold für Jamaikas Staffel über 4 x 100 m

  • Lauf sicherte mit 37,10 Sekunden neuen Weltrekord
  • Karibische Damen-Staffel zuvor bereits gescheitert

Das jamaikanische 4x100-m-Quartett mit Weltrekordler Usain Bolt und seinem Vorgänger Asafa Powell hat sich in der neuen Weltrekordzeit von 37,10 Sekunden in überlegener Manier den Olympiasieg geholt und die bisherige Bestzeit um unglaubliche 0,3 Sek. verbessert. Die Karibik-Sprinter gewannen im Nationalstadion vor der Staffel aus Trinidad (38,06) und Japan (38,15). Für den 22-jährigen Bolt war es nach 100 und 200 m der dritte Olympiasieg mit Weltrekord in Peking.

Die bisherige Rekordzeit von 37,40 Sekunden war von zwei US-Teams 1992 bzw. 1993 gelaufen worden. Die Jamaikaner (Nesta Carter, Michael Frater, Bolt und Powell) degradierten die Konkurrenz in Abwesenheit der US-Staffel, die im Vorlauf gescheitert war, zu Statisten. Vor Bolt, der schon über 100 m (9,69) und 200 m (19,30 Sek.) in Fabelzeiten erfolgreich geblieben war, hatten bisher nur die drei US-Amerikaner Jesse Owens (1936 in Berlin), Bobby Morrow (1956 in Melbourne) und Carl Lewis (1984 in Los Angeles) dreimal olympisches Gold im Sprint bei denselben Sommerspielen geholt. Owens und Lewis hatten zudem auch noch im Weitsprung triumphiert.

Karibische Damen-Staffel gescheitert
Im Gegensatz zu den Herren patzte die Damen-Staffel der favorisierten Jamaikanerinnen bei der zweiten Übergabe und schied aus. Gold ging in 42,31 Sekunden an das russische Quartett, das sich klar vor Belgien (42,54) und Nigeria (43,04) durchsetze. Nach dem vorzeitigen Ausscheiden der US-Staffel wegen eines Wechselfehlers, waren die Jamaikanerinnen als haushohe Favoriten in den Endlauf gegangen. Beim zweiten Wechsel waren sich die beiden 100-m-Silbermedaillengewinnerinnen Sherone Simpson und Kerron Stewart jedoch nicht einig und verhalfen dem russischen Quartett Jewgenija Poljakowa, Alexandra Fedoriwa, Julia Guschtschina und Julia Schermoschanskaja zu Gold.

Rekordverdächtiger Endspurt im "Vogelnest"
Zum Abschluss der Bewerbe im mit 91.000 Zuschauern erneut ausverkauften Nationalstadion gewann der Australier Steve Hooker den Stabhochsprung mit tollen 5,96 m vor dem Russen Jewgenij Lukjanenko (5,85) und Denis Jurtschenko (5,70) aus der Ukraine. Die Höhe von Hooker bedeutete neuen olympischen Rekord.

Vor dem finalen Olympia-Wochenende fielen bereits fünf Leichtathletik-Weltrekorde im "Vogelnest": Neben Bolt und Jamaikas Sprint-Staffel stieß auch Gulnara Samitowa-Galkina über 3.000 m Hindernis in 8:58,81 Minuten in eine neue "Dimension" vor. Und die russische Stabhoch-Überfliegerin Jelena Isinbajewa steigerte ihre eigene Bestmarke auf 5,05 m. (apa/red)

22.8.2008 17:12
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