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18.8.2008 19:22

Isinbajewa schafft erstmals 5,05 Meter! Stabhochspringerin holt Gold & Weltrekord

  • Russin übertrifft Weltrekord um einen Zentimeter
  • Kipruto und Brown setzen Leichtathletik-Highlights

Die Russin Jelena Isinbajewa hat mit übersprungenen 5,05 Metern Weltrekord aufgestellt und überlegen Olympia-Gold im Stabhochsprung gewonnen. Die Weltrekordhalterin verteidigte erwartungsgemäß ihren Titel und triumphierte bei ihrem 24. Weltrekord mit großem Abstand vor der US-Amerikanerin Jennifer Stuczynski (4,80) und ihrer Landsfrau Swetlana Feofanowa (4,75).

Isinbajewa verbesserte ihre am 29. Juli in Monte Carlo aufgestellte Bestmarke um einen Zentimeter und feierte den Triumph vor 91.000 Zuschauern auf der Ehrenrunde. Den zweiten Olympiasieg nach 2004 konnte ihr die US-Amerikanerin Jennifer Stuczynski, die bei 4,85 Meter am Limit war, nicht streitig machen. Bronze ging an die Russin Swetlana Feofanowa (4,75). Besonders beflügelt hatte Jelena Isinbajewa im Olympia-Finale die Fehde mit der US-Meisterin Stuczynski, die sich im Ton vergriffen und ihr gehässig angekündigte hatte: "Ich hoffe, ich kann in Peking in einen russischen Hintern treten." Die Rivalin aus Wolgograd zeigte ihr die kalte Schulter und gab die sportliche Antwort.

Olympiasiegerin schon nach 2. Sprung
Erst bei 4,70 Metern stieg sie in den Wettkampf ein. Mit ihrem zweiten Sprung über 4,85 Meter war Isinbajewa, die himmelblaue Schuhe mit goldenen Streifen trug, schon Olympiasiegerin. Das Solo auf der Leichtathletik-Bühne reizte die charismatische Sportlerin aber dermaßen, dass sie die 5,05 Meter auflegen ließ. Die frühere Kunstturnerin hüllte sich zunächst in eine Daunendecke und katapultierte sich dann hellwach in die Höhe. "Ich habe mich wie eine Sängerin gefühlt, die allein vor ihrem Publikum stand", sagte sie.

Nach den Peking-Spielen will die zweifache Weltmeisterin ihre Weltrekordjagd fortsetzen und das zweite Olympia-Gold versilbern. "Mein Ziel sind 35 Weltrekorde, wie sie Sergej Bubka geschafft hat", sagte die im Steuerparadies Monaco lebende Höhenjägerin.

Enttäuschung um Liu Xiang
Am Vormittag hatte Liu Xiangs großer Traum, Olympia-Gold von Athen in der Heimat erfolgreich zu verteidigen, ein jähes Ende gefunden. Der Weltmeister und Olympiasieger gab nach einem Fehlstart schon vor dem Vorlauf über 110 m Hürden verletzt auf. Laut Angaben seines Trainers laboriert Liu an einer Achillessehnenentzündung sowie einer Oberschenkelverletzung.

Einen dreifachen Erfolg bejubelten die US-Läufer über 400 m Hürden. Angelo Taylor wiederholte seinen Erfolg von 2000 und gewann vor Kerron Clement und Bershawn Jackson. Sprintstar Usain Bolt überstand den Vor- und Viertelfinal-Lauf über 200 m mühelos. Der Weltrekordler über 100 m kam ebenso problemlos weiter wie Titelverteidiger Shawn Crawford und dessen US-Landsleute Walter Dix und Wallace Spearmon.

Kipruto siegt im Hindernisrennen
Das Hindernisrennen der Herren brachte mit dem Erfolg von Brimin Kipruto (8:10,49 Min.) einen kenianischen Sieger, den siebenten für Kenia in Folge. Der Franzose Mahiedine Mekhissi-Benabbad (8:10,49) vermasselte den Ostafrikanern als Zweiter jedoch einen Doppelsieg. Dritter wurde Richard Mateelong (8:11,01). Titelverteidiger Ezekiel Kemboi (KEN) kam über Rang sieben nicht hinaus. Über 800 m der Frauen bestätigte die erst 18-jährige Kenianerin Pamela Jelimo ihre momentane Vormachtstellung und triumphierte in tollen 1:54,87 Minuten (Juniorenweltrekord) klar vor ihrer Landsfrau und Weltmeisterin Janeth Jepkosgei sowie der Marokkanerin Hasna Benhassi. "Altstar" Maria Mutola (MOZ) wurde Fünfte.

In Abwesenheit von Weltmeisterin Franka Dietzsch gewann Stephanie Brown Trafton Gold im Diskuswurf. Die US-Amerikanerin siegte mit einer Weite von 64,74 Metern vor der kubanischen WM-Dritten Yarelis Barrios (63,64). Bronze ging an die Ukrainerin Olena Antonowa (62,59). Irving Saladino aus Panama feierte im Weitsprung einen Favoritensieg, er gewann mit 8,34 Meter und holte das erste Leichtathletik-Gold für sein Land. Der Südafrikaner Godfrey Mokoena (8,24) gewann Silber, Bronze ging an den Kubaner Ibrahim Camejo (8,20). (apa/red)

18.8.2008 19:22
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