Montag, 18. August 2008

Wer wird sein Vize? Obama stellt noch diese Woche seine Nummer 2 für die Wahl vor

  • Mehrere aussichtsreiche Kandidaten in Warteschlange
  • Erfahrung in sicherheitspolitischen Fragen wichtig

Die Wähler in den USA werden wohl noch in dieser Woche erfahren, wer bei den Demokraten als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten zusammen mit Barack Obama in das Rennen um das Weiße Haus einsteigt. Knapp eine Woche vor Beginn des Nominierungsparteitags der Demokraten in Denver in Colorado gehört die Frage nach dem Vizepräsidentschaftskandidaten mit zu den wichtigsten. Dabei dürfte es auch eine Rolle spiele, dass Obamas republikanischer Kontrahent John McCain angesichts von Krisen wie der im Kaukasus weiter versucht, mit seiner Erfahrung zu punkten.

Als aussichtsreichste Kandidaten für den Posten des Vizepräsidenten gelten bei den Demokraten der Senator Evan Bayh aus Indiana, der einen großen Rückhalt in der Partei hat, Gouverneur Tim Kaine aus Virginia, der einen Staat regiert, den Obama bei der Wahl am 4. November dringend braucht, und Senator Joseph Biden aus Delaware. Dieser könnte als Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses die nötige politische Erfahrung mit einbringen, um die Angriffe der Republikaner ins Leere laufen zu lassen.

Die Krise im Kaukasus unterstricht noch einmal deutlich, dass Obama dringend jemanden an seiner Seite braucht, der ein Gegengewicht zu McCain und seiner Erfahrung in sicherheitspolitischen Fragen bilden kann. McCain, der auch noch keinen Kandidaten für das Vizepräsidentenamt benannt hat, wurde schon vier Mal in den Senat gewählt (Obama erst einmal) und war lange Jahre Vorsitzender des Streitkräfteausschusses des Senats.

(apa/red)

18.8.2008 22:45