Montag, 25. August 2008

Südossetien und Abchasien anerkannt?
USA warnen Russland vor diesem Schritt

  • Weißes Haus: "Liegt nicht in den Händen Russlands"
  • Kritik: Immer noch russische Truppen in Georgien

Die USA haben Russland aufgefordert, die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien nicht anzuerkennen. "Das könnten wir nicht akzeptieren", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums Robert Wood. "Russland sollte die Unabhängigkeit und Souveränität Georgiens respektieren."

Das russische Parlament hatte Präsident Dmitiri Medwedew aufgefordert, die beiden georgischen Regionen anzuerkennen. Sollte er die Resolution umsetzen, würde er auf Kollisionskurs zu den USA und anderen westlichen Ländern gehen, die auf der territorialen Einheit des in die NATO strebenden Georgiens bestehen.

"Liegt nicht in den Händen Russlands"
Es liege nicht in den Händen Russlands, die Unabhängigkeit der beiden georgischen Regionen festzulegen, sagte auch der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Fratto, auf der Ranch von Präsident George Bush in Texas. Dies müsse die internationale Gemeinschaft über die Mechanismen der Vereinten Nationen entscheiden. Die USA kündigten für den 2. September einen Besuch von Vize-Präsident Dick Cheney in Georgien an.

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums bemängelte zudem, dass nach wie vor russische Truppen in Georgien seien und dass Russland demnach den Waffenstillstand nicht honoriere. Russland hat den größten Teil seiner Truppen abgezogen. Die noch verbliebenen Truppen dienten zur Sicherheit, um Blutvergießen zu vermeiden, hieß es.

Georgien hatte Anfang August eine Offensive gestartet, um die Kontrolle über Südossetien zurückzugewinnen. Daraufhin war russisches Militär massiv in die Region und in georgisches Kernland vorgedrungen. Der militärische Konflikt wurde vergangene Woche beigelegt.

(apa/red)

25.8.2008 22:34