Kreml widerspricht Aussagen Frankreichs:
Keine OSZE-Schutztruppe für Pufferzone
- Kein Abzug russischer Friedenssoldaten in Südossetien
- PLUS: Beladener Treibstoffzug nahe Gori explodiert

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Die Auswirkungen des Konflikts mit Russlands
Russland hat eine Mitteilung des französischen Präsidenten dementiert, wonach man sich im Südkaukasus auf eine langfristige Ablösung russischer Friedenssoldaten durch die OSZE geeinigt habe. "Während des Telefonats von Dmitri Medwedew mit Nicolas Sarkozy ist von einem Abzug der russischen Friedenssoldaten in der Pufferzone vor Südossetien zugunsten von OSZE-Kräften nicht gesprochen worden", teilte der Kreml in Moskau mit.
Man sei aber zur Zusammenarbeit mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bereit, hieß es in Moskau. Die OSZE hat bereits zusätzliche Beobachter in das Konfliktgebiet geschickt.
Sarkozy dankte Medwedew
Frankreichs Staatschef Sarkozy hatte als amtierender EU-Ratsvorsitzender in einem Telefongespräch Medwedew für den Rückzug der russischen Truppen aus weiten Teilen Georgiens gedankt. Der Élysée-Palast teilte zudem mit, es seien Details zu Punkt fünf des Friedensplans besprochen worden. Sie beträfen vorübergehende Sicherheitsmaßnahmen, die von einem internationalen Mechanismus unter der Schutzherrschaft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) abgelöst werden sollten.
Streit zwischen USA und Russland
Nach dem weitgehenden Rückzug des russischen Militärs aus dem Kerngebiet Georgiens ist ein Streit zwischen Washington und Moskau um Pufferzonen und Kontrollpunkte in der Krisenregion entbrannt. Das russische Militär betonte, angesichts der angespannten Lage komme man nicht ohne eine Verstärkung der Friedenssoldaten aus. Sie sollten in Pufferzonen um die abtrünnigen Gebiete Südossetien und Abchasien auf georgischem Kerngebiet Sabotageakte verhindern und die Bevölkerung schützen. Die USA warfen Russland vor, sich nicht an die Vereinbarungen des Sechs-Punkte-Plans für eine Waffenruhe im Kaukasuskonflikt zu halten.
Zug voller Treibstoff explodiert
Ein mit Treibstoff beladener Zug ist nahe der georgischen Stadt Gori explodiert. Er sei auf eine Mine gefahren, die sich auf den Gleisen befunden habe, sagte ein Sprecher des georgischen Innenministeriums. Gori liegt nahe der abtrünnigen Provinz Südossetien. Details stehen derzeit noch aus.
Unterdessen will das russische Parlament am Montag über eine mögliche Anerkennung der Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien von Georgien entscheiden. Vor weniger als drei Wochen war die Regierung in Tiflis mit dem Versuch gescheitert, die abtrünnigen Provinzen mit einer Militäroffensive wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Sollte Moskau die beiden Regionen nun als unabhängig anerkennen, wäre das ein weiterer Schlag für Georgien, in dessen Kerngebiet nach den jüngsten Kämpfen noch immer russisches Militär steht. Die meisten Experten glauben jedoch, dass Russland nicht so weit gehen wird, dem Wunsch Abchasiens und Südossetiens nach Anerkennung zu entsprechen.
(apa/red)
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