Fieberhafte Suche nach Michelles Mörder:
Mädchenleiche wird aus Waldteich geborgen
- Große Betroffenheit der Bevölkerung in Leipzig
- Sonderkommission wird auf 177 Beamte aufgestockt

Auf der Jagd nach dem Mörder der kleinen Michelle aus Leipzig hat die Polizei die Ermittlungen massiv vorangetrieben. Zahlreiche Beamte durchkämmten das Stötteritzer Wäldchen, wo die Leiche der Achtjährigen Stunden zuvor in einem Teich nur einen Kilometer von ihrem Elternhaus entfernt entdeckt worden war. Die Feuerwehr pumpte den Teich ab, um die Spurensuche zu erleichtern. Auch sogenannte Profiler wurden eingeschaltet, die ein Täterprofil erstellen sollen.
Die Bevölkerung reagierte betroffen auf die Nachricht vom Tod der vermissten Michelle. Zum Gedenken an das Mädchen legten Erwachsene und Kinder am Tor der 25. Grundschule Blumen und Stofftiere nieder und zündeten Kerzen an.
Sonderkommission mit 177 Beamte
Die Polizei stockte unterdessen die Sonderkommission "Michelle" auf 177 Beamte auf. Zur Todesursache des Mädchens wollten sich die Fahnder aus ermittlungstaktischen Gründen nicht konkret äußern, sie sprachen nur von einer Gewalttat. Unklar blieb auch, ob das Mädchen einem Sexualverbrechen zum Opfer fiel. Eine Polizeisprecherin sagte lediglich, dass für die Tat infrage kommende Sexualstraftäter überprüft würden. Außerdem werteten die Ermittler hunderte Hinweise aus der Bevölkerung aus, von denen etliche recht konkret sein sollen. An Michelles Schule soll Polizeiangaben zufolge nach dem Ferienende der Unterricht wieder beginnen.
Michelles Eltern wurden unterdessen psychologisch betreut. Vor ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus parkte ein Polizeiwagen. Die Polizei hatte die Leiche des Mädchens aus dem Teich im Stötteritzer Wäldchen geborgen. Der Fundort liegt etwa einen Kilometer Luftlinie vom Elternhaus und 1,5 Kilometer von der Schule entfernt, an der das Mädchen bis zum Mittag ein Ferienprogramm besucht hatte. Ein Passant hatte am Mittag den leblosen Körper im Wasser entdeckt und die Polizei verständigt. Das Mädchen, das mehrere Geschwister hat, war von den Eltern zuvor als vermisst gemeldet worden, nachdem es vom Ferienprogramm an der Volksschule nicht nach Hause gekommen war.
(apa/red)
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