NATO-Kooperation mit Russland auf Eis:
Norwegen bestätigt eingefrorenes Verhältnis
- Oslo hofft auf Fortsetzung zur Sicherung der Küsten
- Gemeinsame Manöver bis auf Weiteres ausgesetzt

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Die Auswirkungen des Konflikts mit Russlands
Russland will nach norwegischen Regierungsangaben die militärische Zusammenarbeit mit der NATO und alliierten Ländern einfrieren. Das norwegische Verteidigungsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Aftenposten" in Oslo. Zugleich hieß es, man rechne auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bei der Küstensicherung im norwegisch-russischen Grenzgebiet und in anderen Bereichen, die Moskau als zivile Kooperation auffasse.
Am Vortag hatten die Außenminister der NATO-Staaten als Reaktion auf das russische Vorgehen in Georgien ein teilweises Einfrieren der Kooperation mit Moskau und die Schaffung einer NATO-Georgien-Kommission beschlossen. Die deutsche Regierung ließ in Berlin verlauten, trotz derzeitiger Aussetzung des Dialogs wegen der Südkaukasus-Krise müsse der vor sechs Jahren geschaffene NATO-Russland-Rat bestehen bleiben.
Gemeinsame Manöver ausgesetzt
Die Moskauer Agentur Interfax zitierte einen nicht genannten Militär in Moskau mit den Worten, man werde voraussichtlich alle für 2008 geplanten Veranstaltungen mit der NATO, darunter Manöver, aussetzen. Die russische Militärführung hat das Bekenntnis der NATO zur Unterstützung Georgiens scharf kritisiert. "Die Einrichtung einer ständigen NATO-Georgien-Kommission wird Tiflis zu einem weiteren Blitzkrieg in den Konfliktgebieten ermutigen", sagte Vizegeneralstabschef Anatoli Nogowizyn auf einer Pressekonferenz in Moskau. Während Russland seinen Truppenabzug aus dem Konfliktgebiet fortsetze, rüste Georgien seine Streitkräfte wieder auf. "Tiflis nimmt keinen Abstand von seiner aggressiven Haltung", sagte General Nogowizyn. Nach den Waffenstillstandsvereinbarungen müssen sich die russischen und georgischen Truppen auf die Positionen zurückziehen, die sie vor Beginn der Feindseligkeiten gehalten hatten. Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hat Russland vorgeworfen, den Abzug zu verzögern und georgische Infrastruktur zu zerstören. (apa/red)
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