Pakt bei Luftabwehrsystem: Russland plant gemeinsamen Schutz mit Weißrussland
- Abkommen soll im Herbst unterzeichnet werden
- Medwedew will sich vor "Schurkenstaaten" schützen
Die russische Regierung will gemeinsam mit Weißrussland ein Luftabwehrsystem aufbauen. Das Präsidialamt in Moskau teilte mit, Präsident Dmitri Medwedew und sein weißrussischer Kollege Alexander Lukaschenko hätten sich bei Gesprächen in der südrussischen Stadt Sotschi auf entsprechende Pläne geeinigt. Ein Abkommen über das Abwehrsystem solle bei einem Gipfeltreffen im Herbst unterzeichnet werden.
Russische Verteidigungsvertreter hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach die Stationierung eines Raketenabwehrsystems auf weißrussischem Gebiet ins Spiel gebracht, als Antwort auf den von den USA geplanten Raketenschild.
Die Regierung in Washington will in Osteuropa ein Raketenabwehrsystem errichten und hat dies mit dem Schutz vor Angriffen von "Schurkenstaaten" wie dem Iran und Nordkorea begründet. Erst vergangene Woche einigten sich die USA mit Polen über die Stationierung von Abfangraketen im Norden des Landes geeinigt.
Tschechien hat dem Aufbau einer Radarstation dafür zugestimmt. Russland sieht in dem Schutzschild eine Bedrohung seiner nationalen Sicherheit. Präsident Dmitri Medwedew hatte bereits Gegenmaßnahmen angekündigt.
(apa/red)
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