Dienstag, 19. August 2008

Dinkhauser sammelt letzte Unterschriften: Er rechnet fix mit bundesweitem Antritt

  • Zur Not hat er drei Nationalratsabgeordnete im Petto
  • Geheimniskrämerei um seine Wiener Kandidaten

Fritz Dinkhauser rechnet mit einem bundesweiten Antreten bei der kommenden Nationalratswahl - und das, obwohl erst rund "70 bis 80 Prozent" der notwendigen Unterstützungserklärungen gesammelt sind, wie er berichtete. Allerdings gebe es das Angebot einer Gruppe, drei Abgeordnete "zur Verfügung zu stellen". Von welcher Fraktion dieses kommt, wollte er nicht sagen. Unterdessen machte er auch aus seinen Wiener Kandidaten ein großes Geheimnis: Statt Personen präsentierte Dinkhauser ein "Proponentenkomitee".

Sein Ziel sei, die insgesamt notwendigen 2.600 Unterstützungserklärungen bis zum Freitag zu sammeln. Sollten schließlich aber nur mehr einige wenige fehlen, denke er darüber nach, auf das Angebot zurückzugreifen. Für das Antreten bei einer Nationalratswahl reicht die Unterschrift dreier Mandatare.

Schwierig sei das Stimmensammeln vor allem in Wien, gestand Dinkhauser ein. Aber auch hier gebe es "berechtigte Hoffnung", auf die notwendigen 500 Unterschriften zu kommen. Er präsentierte nicht wie ursprünglich angekündigt die Wiener Kandidaten, sondern ein "Proponentenkomitee", das ihn in der Bundeshauptstadt unterstützt. Prominente Namen fanden sich darunter nicht, es handle sich vielmehr um "Menschen aus dem Volk heraus".

"Das, was ich in Tirol gemacht habe, ist kein Wunderrezept", betonte Dinkhauser: "Ich bin nicht der Messias." Aber es müsse sich etwas ändern. Österreich müsse wieder ein Bürgerstaat werden und nicht ein "Parteien- und Bonzenstaat". Auch die Bezeichnung "Raubritterstaat" fiel. Dieser sorge nicht für eine gerechte Verteilung, sondern für hohe Belastungen. Oben hätten einige zu viel, die unten hätten zu wenig. Dinkhauser forderte zudem einen "Quantensprung" in der Bildung, der auch die Abschaffung der Studiengebühren umfassen soll.

(apa/red)

19.8.2008 21:17