Montag, 18. August 2008

Gemeinden bitzeln über Kindergartenjahr: Kostenlose Betreuung kostet ihnen zu viel

  • Gemeindebundpräsident: "Bodenlose Forderungen"
  • "Zornesröte im Gesicht": Scharfe Kritik an Parteien

Erzürnt ist man beim Gemeindebund über jüngste Vorstöße der Großparteien für ein Gratis-Kindergartenjahr. Derartige "bodenlose Forderungen", die die Gemeinden betreffen, "ohne jedoch zu sagen, wer das bezahlen soll", trieben den Gemeinde-Vertretern "die Zornesröte ins Gesicht", empört sich Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer.

Er bezeichnete das Vorgehen als "schlichtweg unseriös". Die Finanzlage der Gemeinden sei dank der guten Konjunktur derzeit "ok", räumte Mödlhammer in der "Wiener Zeitung" ein.

Die Kosten für ein kostenloses Kindergartenjahr bezifferte der Gemeindebund-Chef mit zusätzlichen 30 Mio. Euro jährlich nur für die Vormittagsbetreuung. Den Aufwand für entsprechende Ganztagsplätze schätzt er auf "wesentlich mehr", nämlich 70 Millionen. Begründung: In einigen Ländern ist der Vormittag jetzt schon gratis, für den Nachmittag muss man aber bezahlen.

(apa/red)

18.8.2008 17:08