Heimische Post startet Aktienrückkauf: Plant Erwerb von 3,5 Mio. Stück Stammaktien
- Zweck der Aktion: "Optimierung der Kapitalstruktur"
- Golden Handshake soll 500 Postlern Abgang versüßen

Der Vorstand der Österreichischen Post AG hat beschlossen, am 19. August das im vergangenen April beschlossene Aktienrückkaufprogramm zu beginnen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend ad hoc mit.
Bis Ende des Jahres sollen damit bis zu 3,5 Millionen Stück Stammaktien (5 Prozent des Grundkapitals) zu einem Preis zwischen 15,00 und 30,52 Euro über die Börse erworben werden. Als Zweck der Kapitalmaßnahme wird die "Optimierung der Kapitalstruktur durch Einziehung der rückerworbenen Aktien" angegeben.
Golden Handshake soll 500 Postlern Abgang versüßen
Der Aufsichtsrat der österreichischen Post hat weiters ein Programm verabschiedet, das 500 ihrer 24.000 Beschäftigten den Abschied aus dem Unternehmen schmackhaft machen soll, berichtet die Tageszeitung "Die Presse". Beamte, die älter als 50 sind, sollen eine Einmalzahlung von brutto 45 Monatsgehältern, jüngere Beamte von 36 Monatsgehältern bekommen.
Der Golden Handshake für Angestellte beläuft sich laut dem Bericht auf sechs bis 18 Gehälter, über 50-jährigen Angestellten, die länger als zehn Jahre für die Post gearbeitet haben, winken bis zu 45 Gagen. Anreize gibt es auch für den Umstieg auf Teilzeitarbeit. Postler, die unter die so genannte Hacklerregelung fallen, bekommen eine Sonderzahlung, wenn sie sich karenzieren lassen, oder wenn sie in das Jobcenter (KEC) wechseln.
"Sollten tatsächlich die erwarteten 500 Postler das Angebot annehmen, muss der gelbe Riese für den Sozialplan, der ab sofort bis Ende 2009 läuft, einen zweistelligen Millionenbetrag springen lassen", schreibt die "Presse." Das börsenotierte Unternehmen, dessen Kurs am Dienstag 2,7 Prozent verloren hat, stellt übermorgen, donnerstag seine Halbjahresergebnisse vor.
Unterdessen sollen die Verhandlungen zwischen der Telekom Austria und dem Betriebsrat über eine analoge Regelung weitgehend abgeschlossen sein. Die Telekom Austria wolle bis zu 1.000 der 9.000 Mitarbeiter der Festnetzsparte loswerden.
(apa/red)

