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18.8.2008 06:43

Vier Jahre nach "Kreuzschuss" von Athen: Emmons schreibt als Pechvogel Geschichte

  • Vergab mit seinem letzten Schuss abermals Gold

Matthew Emmons hat sich endgültig das Prädikat olympischer Pechvogel eingehandelt. Der in der deutschen Bundesliga für Plattling startende Gewehrschütze aus den USA lag im Finale des Dreistellungskampfes mit dem Freien KK-Gewehr nach neun Finalschüssen mit 3,3 Ringen in Front. Im letzten Versuch verfehlte er mit 4,4 Ringen aber sogar das Schwarze und fiel auf Platz vier zurück.

Vor vier Jahren in Athen war Emmons ein noch ärgeres Missgeschick unterlaufen. Als klar Führender hatte er damals auf eine falsche Scheibe geschossen und war nur Achter geworden. Dieser Fauxpas hatte damals u.a. dem Österreicher Thomas Planer noch zu Bronze verholfen.

Allerdings hatte Emmons das damalige Pech schon am selben Abend verschmerzen können, als er auf einer Athletenparty die Bekanntschaft der Tschechin Katerina Kurkova machte, die jetzt seine Ehefrau ist. Die Pilsenerin schießt ebenfalls in der deutschen Bundesliga für Meister Coburg. Ihrem Verein hat sie bereits eine mögliche nach-olympische Babypause angekündigt.

Trostspender für Freundin
Die Peking-Olympiasiegerin mit dem Luftgewehr und Zweite mit dem Sportgewehr konnte auf der Zuschauertribüne das erneute Pech ihres Mannes nicht fassen. Am Ende musste Matthew seine Katerina noch trösten. "Ich kann mir das erneute Blackout nicht erklären. Doch drei Medaillen in der Familie sind auch okay", meinte der 27-Jährige aus New Jersey. Emmons, Athen-Olympiasieger im Liegend-Match, hatte in Peking am Freitag Silber in dieser Disziplin gewonnen.

Selbst eine 6,7 hätte Emmons am Sonntag beim letzten Schuss im KK-3 schon gereicht. "Ich beginne mit dem Zielen auf 12 Uhr über der Scheibe und gehe dann langsam nach unten. Dabei ist der Schuss irrtümlich und etwas zu früh losgegangen", erklärte Emmons, der sich aber schnell wieder gefasst hatte. "So verrückte Sachen passieren eben. Der Schuss ist irrtümlich losgegangen, mehr ist dazu nicht zu sagen", erklärte er.

Sieger Qiu, der damit am Schlusstag der Schießbewerbe das fünfte Gold für China holte, gab zu: "Diese Goldene habe ich mit ein bisschen Glück gewonnen."

(apa/red)

18.8.2008 06:43
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