Synchron-Duo verpasst angestrebtes Ziel:
Brandl/Mahn nicht unter den besten 20
- Österreicherinnen belegen in freier Kür nur Rang 22
- Nach technischer Kür um einen Platz zurückgefallen

Die erste Teilnahme Österreichs an einem Olympia-Bewerb im Synchronschwimmen seit 1992 hat in Peking mit Duett-Rang 22 geendet. Lisbeth Mahn und Nadine Brandl verloren in der freien Kür von ihrer Ausgangsposition nach der am Vortag geschwommenen technischen Kür einen Platz, verpassten damit die angestrebten Top-20. Die Russinnen Anastasia Dawidowa/Anastasia Ermakowa gehen als Vorkampf-Beste ins Finale der besten Zwölf.
Vor allem Mahn war die Enttäuschung über die nicht optimale Leistung anzusehen. "Es ist gar nicht so die Platzierung, die enttäuscht", erklärte die 22-Jährige, "sondern die Leistung. Es ging im Training schon viel besser." Zwei intensive Trainingslager in Kroatien bzw. Singapur hatten die Beiden mit ihrer Trainerin Olga Piliptschuk absolviert, da hatten sie sich um einiges verbessert. Diesen Fortschritt hätten sie gerne auch im Wettkampf gezeigt.
"Ich glaube, dass es auch mit der großen Halle zu tun hat", versuchte die 18-jährige Brandl das Abschneiden unter 24 Paaren zu erklären. "Da es überall so riesig ist, zieht es. Und für unsere Verhältnisse ist das Becken eine Spur zu kalt. Das hat sicher mitgewirkt. Da merkst du, dass der Körper schnell auskühlt." "Lampenfieber" habe sie hingegen nicht gehabt. Brandl: "Ich bin bei Olympia weniger nervös gewesen als bei anderen Wettkämpfen."
Rückstand zur Spitze noch groß
Die Qualifikation für die Spiele war ein schöner Erfolg gewesen, der Rückstand zur Spitze ist aber noch groß. Mahn erklärte, was ihnen etwa die Top-Paare voraushaben. "Ihre Programme sind viel komplexer. Dadurch, dass sie technisch viel besser sind, haben sie einen breiteren Bewegungsumfang. Die können einfach viel mehr im Wasser mit ihrem Körper anstellen, kommen höher heraus. Es sieht einfach immer viel geschmeidiger und natürlicher aus."
Mahn und Brandl machen auf jeden Fall gemeinsam weiter, starten nach einem Urlaub in die langfristige Vorbereitung auf die Spiele 2012 in London. Nächstes großes sportliche Ziel sind die in knapp einem Jahr in Rom stattfindenden Weltmeisterschaften. (apa/red)