Dritte Medaille für Österreich in Peking!
Oblinger-Peters holt sensationell Bronze
- Wildwasser-Kanutin wird Dritte im Kajak-Slalom
- Violetta: "Hätte nie gedacht, dass es reicht"

·"Hätte nie gedacht, dass es reicht!"
Oblinger-Peters gibt sich
im Interview überrascht
·Triumphaler Empfang
im Österreich-Haus
Oblinger-Peters' Bronze wurde gebührend gefeiert
·Oblingers erfüllten sich Lebenstraum
Nach Herz-OP war für Violetta Olympia fraglich
·"Der verrückteste Tag meines Lebens"
REAKTIONEN zu Bronze von Oblinger-Peters
·IHRE MEINUNG zur Medaille von Oblinger
Gratulieren Sie Kanutin
zu Gewinn von Bronze!
·Violetta Oblinger-
Peters im Porträt!
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·14. ÖOC-Medaille im Kanu durch Oblinger
Aber erst zweite im Wildwasser nach 1972
Als die zweifache Olympiasiegerin Stepanka Hilgertova aus Tschechien, die nach dem Halbfinale Dritte gewesen war, eine Eskimorolle machte, da begann Helmut Oblinger an die Medaille zu glauben. Als dann auch noch die Französin Emilie Fer patzte, war die Medaille perfekt und der Kanute kniete im Gras, die Fäuste zum Himmel erhoben: Seine Violetta Oblinger-Peters gewann in Shunyi Olympia-Bronze im Wildwasser-Slalom und damit erfüllte sich für die 30-Jährige und ihren Ehemann ein Lebenstraum.
Nach dem Halbfinale war Oblinger-Peters an siebenter Stelle gelegen, eine Medaille schien außer Reichweite. Doch das Finale auf der Streif des Wildwasserkanals bot einige Überraschungen und auch ohne fehlerfreien Lauf kam die gebürtige Deutsche noch hinter der Slowakin Elena Kaliska und der Australiern Jacqueline Lawrence auf das Podest. Denn die weitere Konkurrenz schwächelte.
"Ich hätte nie gedacht, dass es reicht, nie, da hätte ich keine zwei Cent drauf gewettet. Es sind Leute ausgeschieden, da hätte ich selber viel Geld drauf gewettet, dass sie heute durchkommen. Aber vielleicht andere Leute auf mich auch, ich weiß es nicht", meinte die völlig aufgelöste Oblinger-Peters, die bald nach ihrem Mann und Trainer Jernej Abramic Gratulationen eines Teils des rot-weiß-roten Schwimmteams, das nach Shunyi gekommen war, entgegennahm.
Nach Halbfinale niedergeschlagen
Nach dem Halbfinale war die Europameisterin von 2007 am Boden zerstört. Ihr Ehemann leistete Aufbauarbeit. "Im Training lief es viel besser, sie hat ihr letztes Potenzial nicht abgerufen, aber wenn du eine Medaille hast, fragt dich niemand mehr nach einer persönlicher Bestzeit. Ich habe nicht geglaubt, dass sie sich für das zweite Rennen so motivieren und so fahren kann, weil sie einen Lebenstraum zerplatzt gesehen hat", erzählte Oblinger. Nun erfüllte sich ihrer und seiner zugleich. "Wir sind ein Team. Vielleicht ist das sogar schöner, wie wenn ich es selbst gemacht habe. Dass ein verdammt hartes Jahr so ein Ende nimmt, das ist sagenhaft."
Besiegt hat sie den Wildwasserkanal nicht, aber sie war an diesem Tag gut genug für eine Medaille: "Ich habe den Kampf nicht wirklich gewonnen, ich habe irrsinnig große Fehler gemacht, aber die anderen auch. Es war für mich persönlich ein schreckliches Rennen, eines der schlechtesten Rennen, die ich wahrscheinlich je gefahren bin. Wenn ich es mir auf Video anschaue, vielleicht sehe ich es anders", meinte die Diplom-Kulturwirtin.
(apa/red)