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14.8.2008 11:47

Oblinger-Peters paddelt ins Halbfinale:
Trotz Horrorlaufes Sechste der Qualifikation

  • Wildwasser-Kanutin: "War wirklich harte Arbeit"

Wildwasser-Kanutin Violetta Oblinger-Peters hat als Vorlaufsechste die Halbfinal-Qualifikation für den olympischen Slalom von Shunyi laut Ergebnisliste souverän geschafft, für die Oberösterreicherin war es aber wegen großer Nervosität eine echte Zitterpartie. Die Top 15 schafften den Einzug in das Halbfinale, die besten 10 steigen ins anschließende Finale auf. Die schnellste Gesamtzeit hatte die Slowakin Elena Kaliska aufgestellt.

"Der erste war heute der absolute Horrorlauf für mich, wir waren drei Tage nicht auf Wildwasser, da verliert man komplett das Gefühl, da ist man dann schon ziemlich überrascht, wie groß es auf einmal ist. Ich habe irrsinnig viele kleine Fehler drinnen gehabt, irrsinnig viele Unsicherheiten, weil ich auch nicht anstoßen wollte. Es hat sich nicht schön angefühlt und war wirklich harte Arbeit", schnaufte die 30-Jährige erst einmal durch.

Grund zur Enttäuschung im Ziel hatte sie eigentlich nicht, dennoch schüttelte sie den Kopf: "Ich bin immer sehr hart zu mir. Und ich will nicht Siebente oder Achte werden", erklärte sie die Reaktion. "'Vio' hat mitbekommen, dass es einige 50-Sekunden-Strafen gab, da wollte sie eher auf Sicherheit fahren, aber es war okay", sagte Ehemann Helmut Oblinger, der am Dienstag Siebenter geworden war.

"Es war wirklich ganz eigenartig"
Während der vergangenen Tage durften sich die Kajak-Damen nur am unteren Ende der Strecke aufhalten und sozusagen im Kreis paddeln. "Wo wir sein durften, da ist nicht mal eine Welle, das fühlt sich gleich ganz anders an. Als hätten sie den Schwimmern auf einmal das Wasser verboten, es war wirklich ganz eigenartig", erklärte die Europameisterin von 2007. Nervös ist sie übrigens jedes Mal vor der Qualifikation, bei Olympischen Spielen vielleicht noch ein bisschen mehr. Im zweiten Lauf riskierte sie auch etwas mehr und musste eine Zweisekundenstrafe in Kauf nehmen, verbesserte sich gesamt aber dennoch um einen Platz.

Bis zum Halbfinale sollte das Gefühl wieder da sein, das sie zum Beginn der Qualifikation so vermisste: "Ich habe nicht wirklich gut reingefunden, das erste Aufwärtstor war zwar schön, aber die Ausfahrt, die super herrlich hätte sein sollen, ist blöd gewesen. Eine Sache war ganz gut, dann habe ich wieder eine verhaut, so ist es dahingegangen. Ich hätte sehr viel mehr draus machen können." Im Halbfinale ist dennoch alles drinnen.
(apa/red)

14.8.2008 11:47
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