Mayer fehlt für das Finale Routine & Weite: Diskuswerfer scheitert in der Qualifikation
- 61,32 m für Teilnahme an Entscheidung zu wenig
- Mayer dennoch: "Für mich persönlich positiv erledigt"

61,32 m sind zu wenig gewesen, Diskuswerfer Gerhard Mayer ist in der Qualifikation ausgeschieden. Der Niederösterreicher, der eine Bestleistung von 62,85 stehen hat, klassierte sich an 18. Stelle unter 37 Sportlern, die größte Weite hatte der Pole Piotr Malachowski mit 65,94 m vor Topfavorit Virgilijus Alekna aus Litauen (65,84) erzielt. Nur die Top 12 kamen ins Finale.
Mayer ließ sich von der ungewohnten Kulisse nicht aus der Ruhe Ruhe bringen, 50.000 Zuschauer waren bereits zur Vormittagssession ins "Vogelnest" gekommen, das hat den Österreicher aufgepusht. "Es war eine lässige Atmosphäre, beim Reinkommen hat es mir die Haare aufgestellt, da ging es rund", sagte der 28-Jährige, für den es nach der EM 2006 in Göteborg (15.) erst das zweite echte Großereignis war.
"Habe wieder Erfahrung gesammelt"
Die größte Weite gelang dem Schwechat-Athleten bereits im ersten Versuch. "Schade war es um den zweiten, der ins Netz gegangen ist, der hätte es sein können. Wenn ich den noch durchgebracht hätte, der wäre richtig gut gewesen." Auch wenn mehr drinnen gewesen wäre, er müsse zufrieden sein. "Ich hätte weiter werfen können und auch wollen. Aber ich habe wieder Erfahrung gesammelt. Für mich persönlich habe ich es positiv erledigt, aber ich muss das jetzt erst einmal in Ruhe analysieren, woran es gehapert hat, was ich verändern könnte."
Was dem Zeitsoldaten fehlt, ist die Routine. "Das ist mein großes Manko. Schauen wir den Spanier an, der hat die ersten zwei Versuche auf 40 Meter und dann noch einen rausgelassen. Das kann ich bei kleineren Meetings, aber heute hat es nicht funktioniert." Der vom Speerwerfer Gregor Högler betreute Mayer wird das Wettkampfjahr mir drei, vier Meetings ausklingen lassen.
Der Goldmedaillengewinner der Universiade von 2007 war erst am Donnerstag nach Peking gekommen, die Zeitumstellung hatte er schon in der Heimat gemacht. "Ich habe mich super gefühlt, für mich war es wie ein Abendwettkampf", bestätigte er. Es hatte zwar 30 Grad Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit war mit 36 Prozent aber lange nicht so hoch wie am Beginn der Sommerspiele, über Peking war am Samstag der blaue Himmel zu sehen. "Ich habe es mir schlimmer erwartet. Das Wetter ist fast wie bei uns daheim", so Mayer.
(apa/red)