"Extrem unüblich": Jamaikas Leichtathleten klagen über viele Doping-Tests in Peking
- 32 Blut- und Urintests innerhalb von fünf Tagen
- "Werden vor Finale über 100 m sehr schwach sein"

Das Duell der beiden Jamaikaner Usain Bolt (Weltrekordler) und Asafa Powell (Ex-Weltrekordler) mit US-Sprinter Tyson Gay (Weltmeister) im 100-m-Finale wird einer der Höhepunkte der Olympischen Spiele in Peking sein. Im Vorfeld wird den Stars aus Jamaika genau auf die Finger geschaut - zu intensiv, wie sie meinen. Delegationsleiter Don Anderson sprach von einer "extrem unüblichen" Zahl von Dopingtests und befürchtet dadurch einen Nachteil für seine Athleten.
32 Blut- und Urinproben sind dem Leichtathletik-Team der Jamaikaner in den vergangenen fünf Tagen abgenommen worden. "Wir befürchten, dass dies unsere Athleten ernsthaft beeinträchtigt", erklärte Anderson und bekräftigte damit die Kritik von Powell. Der ehemalige Weltrekordhalter hatte gemeint: "Ich wurde hier schon viermal getestet und mir wurde Blut abgenommen, eine Menge Blut. Wir werden vor dem Finale über 100 m sehr schwach sein."
Anderson gab seinem Star recht. "Es gibt große Bedenken von uns, sie haben viel Blut genommen. Das ist kein Protest, aber wir sagen nur, dass das ziemlich ungewöhnlich ist", meinte er.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat für die Spiele in Peking die Anzahl der Dopingtests von 3.500 in Athen 2004 auf 4.500 erhöht.
(apa/red)