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20.8.2008 06:21

Brasiliens Riesen-Duo war einfach zu stark: Beachvolleys Gosch/Horst sind gescheitert

  • Chance auf Medaille ist nach Viertelfinal-Out dahin
  • Araujo/Luiz schlagen Österreicher in zwei Sätzen

Österreich ist im olympischen Beach-Volleyballturnier nicht mehr vertreten. Zwei Tage nach den Schwaiger-Schwestern verpassten auch Florian Gosch/Alexander Horst in Peking nach einem 0:2 (20:22,17:21) gegen die Brasilianer Marcio Araujo/Fabio Luiz den Sprung ins Halbfinale und damit die Chance auf eine Medaille. Wie die beiden Waldviertlerinnen bei den Damen sorgten aber auch Gosch/Horst mit Platz fünf für das beste rot-weiß-rote Herren-Beach-Ergebnis bei Olympia.

Das Beste im mit viel Spannung erwarteten Viertelfinal-Match stand für die beiden Österreicher leider nur am Beginn. 4:1 führten Gosch/Horst nach einem Blitzstart gegen die Ex-Weltmeister aus Brasilien, gegen die man sich nach dem Sieg beim Grand Slam in Stavanger durchaus gute Chancen ausgerechnet hatte. Aber die Brasilianer, die zuletzt auf der Tour eher mäßige Erfolge gefeiert hatten, behielten auch die Nerven, als sie bei 20:18 zwei Satzbälle vergeben hatten. Im zweiten Satz waren sie dann souverän.

Comeback für Ex-Weltmeister
Araujo/Luiz kehrten damit ausgerechnet bei Olympia wieder in die Weltklasse zurück. Vor allem Fabio Luiz de Jesus Magalhaes. Der 2,04 Meter große Linkshänder aus Fortaleza verwertete gegen Österreichs Nummer-2-Duo seine Angriffe mit einer derartigen Wucht, dass der 1,96 m große Gosch am Block meist machtlos war. Zudem kam viel Emotion ins Spiel, als in Satz eins bei 13:15 ein strittiger Linienball gegen Österreich entschieden wurde und sowohl Gosch als auch Marcio Gelb erhielten.

"Aber das hat es nicht entschieden. Sie waren einfach besser und haben verdient gewonnen", gab sich Gosch trotz aller Enttäuschung als fairer Verlierer. "Sie sind einfach zum richtigen Zeitpunkt wieder in Form gekommen. Wenn man gegen Weltmeister und 15-fache Tour-Sieger bei Olympia so knapp verliert, kann man aber dennoch zufrieden sein", sagte der 28-jährige Steirer.

"Sie haben verdient gewonnen"
Natürlich hätten sie gerne eine Medaille gemacht, so Gosch. "Denn so eine Chance bekommt man auch im Beach-Leben nur alle vier Jahre. Deshalb bin ich jetzt zwar traurig, das wird sich aber bald ändern", schloss der in Wien lebende Steirer aus Wörschach im Ennstal mit dem höchst erfolgreichen Olympiaauftritt ab. Im Oktober wird Gosch erstmals Vater.

Auch Teamkollege Alexander Horst musste eingestehen: "Schade ums Semifinale. So eine Chance hat man nur alle vier Jahre. Wir können aber stolz sein, einen fünften Platz bei Olympia hätten wir nicht erwarten dürfen." Fabio war auch für den Verteidigungsspieler Horst zu stark. "Sie haben verdient gewonnen!"

Nominierung gerechtfertigt
Mit zwei fünften und einem neunten Platz (Doppler/Gartmayer) haben Österreichs Beachvolleyballer damit ihre Nominierung für Olympia mehr als gerechtfertigt, vor allem nachdem das Top-Duo Clemens Doppler/Peter Gartmayer überraschend schon im Achtelfinale gescheitert war. "Das ist für das ganze Volleyball in Österreich herausragend", betonte Horst.

(apa/red)

20.8.2008 06:21
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