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15.8.2008 14:36

Giganten-Duell im Halbfinale zu erwarten:
Argentinien und Brasilien im Viertelfinale

  • Gauchos treffen in K.o.-Runde zunächst auf Holland
  • Kamerun fordert "Selecao" im Viertelfinale heraus

Je drei europäische und afrikanische Mannschaften haben das Viertelfinale des olympischen Fußball-Turniers der Männer in China erreicht. Aber die Goldfavoriten kommen mit Titelverteidiger Argentinien und Brasilien, die als einzige in den Gruppenspielen ohne Punktverlust blieben, aus Südamerika. Die "Gauchos" treffen in Shanghai auf U21-Europameister Niederlande und die "Selecao" hat in Shenyang Kamerun, den Goldgewinner von 2000 in Sydney, zum Gegner.

Feiern die Argentinier, die seit dem Olympia-Finale 1996 in Atlanta (2:3 gegen Nigeria), im Zeichen der Fünf Ringe ihren zehnten Sieg in Folge im Visier haben, und landen die Brasilianer den vierten Erfolg in Serie, dann prallen die Giganten schon am Dienstag in der Vorschlussrunde in Peking aufeinander. "Ich weiß, dass unser Olympia-Team 1996 und 2000 gegen afrikanische Gegner verloren hat, aber das hier ist eine andere Mannschaft. Wir haben vor jedem Respekt", sagte der Brasilianer Diego, der Legionär von Werder Bremen.

Brasilien bisher ohne Gegentreffer
Der Clubkollege der Österreicher Sebastian Prödl und Martin Harnik erwartet ein sehr schweres Spiel. Die Kameruner seien bei Olympia traditionell stark und Brasilien dürfe sich in der K.o.-Phase 90 Minuten keine Unaufmerksamkeit leisten, warnte Diego, der gemeinsam mit Ronaldinho und Co. bisher in China noch kein Tor hinnehmen musste und nur einen Traum hat: "Wir alle wollen die Goldmedaille, es wäre fantastisch." Der fünffache Weltmeister war noch nie Olympiasieger!

Die weiteren Viertelfinal-Paarungen lauten Italien - Belgien in Peking und Nigeria - Elfenbeinküste in Qinhuangdao. Die Squadra Azzurra wartet seit 1936, als sie Österreich in Berlin Gold wegschnappte, auf den zweiten Olympia-Triumph. Im afrikanischen Duell wollen die Nigerianer, die in Atlanta 1996 Erste waren, den Olympia-Debütanten in Schach halten. Die Sieger bestreiten am 23. August in der Hauptstadt das Endspiel, die Verlierer kämpfen einen Tag vorher in Schanghai um die Bronzemedaille.

Rakic mit Serbien gescheitert
Während der Tiroler Schiedsrichter Thomas Einwaller noch auf seinen zweiten Olympia-Einsatz nach der Gruppe-D-Partie Italien - Südkorea (3:0) hoffen darf, aber im Viertelfinale sicher noch nicht zum Zug kommen wird, ist China und Peking für den Salzburger "Bullen" Djordje Rakic bereits Geschichte. Der Legionär schied mit Serbien durch das 0:2 im letzten Gruppen-Spiel gegen Argentinien als Tabellenletzter des Pools A hinter Australien aus.

Der 22-jährige Stürmer, der gegen den Titelverteidiger nur auf der Ersatzbank saß, spielte gegen Australien (1:1) bis zur 56. Minute und gegen die Elfenbeinküste (2:4) ab der 46. Minute. Eines der insgesamt drei Tore der Serben im Turnier ging auf das Konto von Rakic, er hatte gegen die Afrikaner in der 90. Minute zum 2:3 getroffen, doch sein Team kassierte noch das vierte Tor.
(apa/red)

15.8.2008 14:36
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