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14.8.2008 17:10

Glückstag für Österreichs Beach-Volleyball:
Alle 3 Olympia-Teams gewinnen ihre Spiele

  • Doppler/Gartmayer ungeschlagener Gruppensieger
  • Schwaiger-Sisters stehen ebenfalls im Achtelfinale

Nach Clemens Doppler/Peter Gartmayer haben auch die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger beim olympischen Beach-Volleyballturnier das Achtelfinale erreicht. Die beiden Niederösterreicherinnen fertigten im dritten und letzten Match der Gruppe F Mexiko im Schnelldurchgang mit 2:0 (21:17,21:10) ab und stiegen als Gruppenzweite in die K.o.-Phase auf.

Schwaiger/Schwaiger sind nach ihrem Sieg mindestens Neunte und haben einen Top-Ten-Platz bei Olympia sicher. "Ein Traum. Ich hätte gelacht, wenn man mir das vorher gesagt hätte", jubelte Stefanie Schwaiger nach dem souveränen Sieg bei leichtem Regen. "Das ist jetzt schon der schönste Tag in meinem Leben", freute sich die seit kurzem 22-Jährige, die in den Tagen davor von einer Bronchitis gequält worden war.

Souveräner Sieg gegen Mexikanerinnen
Die beiden Waldviertlerinnen waren perfekt auf die Mexikanerinnen Mayra Garcia/Bibiana Candelas eingestellt. Sie nahmen am Centre-Court des Chaoyang-Parks die 1,96 m große Candelas völlig aus dem Spiel und setzten sich dank gutem Service und fast perfekter Sideouts so souverän durch, dass sie fertig waren, ehe der ganz große Regenguss kam.

"Es ist sich gerade noch ausgegangen. Dabei waren wir unsicher, weil man nach einem klaren ersten Satz nie weiß, was die Gegner jetzt tun. Aber sie hatten nie eine Chance", freute sich Stefanie Schwaiger. Zu Hause in Großglobnitz bei Zwettl war während der Partie in China des Leben praktisch stillgestanden. Sogar das Mähdreschen sei für eine gewisse Zeit unterbrochen worden, hieß es.

Schwaiger/Schwaiger kamen damit als Gruppenzweite in die K.o.-Phase, die noch ausgelost wird. "Mal schauen, wen wir kriegen. Und dann wieder Vollgas geben", so Stefanie.

Doppler/Gartmayer behalten weiße Weste
Clemens Doppler/Peter Gartmayer haben souverän und ungeschlagen das Achtelfinale erreicht. Die beiden Österreicher schlugen im dritten und letzten Pool-Spiel bei strömendem Regen auch die Italiener Lione/Amore 2:0 (21:19,24:22) und gehen als Favoriten ins erste K.o.-Match. gegen einen Gruppendritten.

Nach ihren zwei hartumkämpften 2:1-Siegen in den ersten Matches der Gruppe D mussten Doppler/Gartmayer auch zum Abschluss enorm fighten. Obwohl sie davor schon als Gruppensieger festgestanden waren, traten die beiden Österreicher bei Regen und Blitzgefahr im riesigen Stahlgerüst-Stadion des Chaoyang-Parks an. "Natürlich hätten wir auch w.o. geben können. Aber die Partie war irre wichtig für uns. Wir wollten die heimschicken und selbst unbedingt unseren Erfolgsrun auf diesem Centercourt, auf dem wir uns so wohl fühlen, fortsetzen", erklärte ein glücklicher Doppler nach dem Match.

Leicht wurde es Doppler/Gartmayer nicht gemacht. Nach schlechten Starts mussten sie in beiden Sätzen jeweils ein 0:4 aufholen. Im ersten besannen sie sich bei 19:19 ihrer Stärken, im zweiten drehte bei 16:15 einmal mehr ein starker Block von Gartmayer die Partie zugunsten der Österreicher. Sie mussten dann zwar einen Satzball abwehren, gaben sich aber insgesamt keine Blöße mehr.

Mentale Stärke unter Beweis gestellt
"Wir haben wieder gezeigt, wie stark wir vor allem auch im Kopf sind", zeigte sich Doppler sehr zufrieden. Natürlich wurden die beiden Österreicher von praktisch allen Coaches der anderen Teams beobachtet. "Aber das ist egal, wir sind einfach gut drauf", winkte Doppler ab. Platz neun ist ihnen wie den Schwaigers bereits sicher. Gegen einen Gruppendritten, der sich am Abend noch in Kreuzspielen qualifizieren musste (zu diesem Zeitpunkt theoretisch auch noch Gosch/Horst möglich/Anm.), sind die beiden "Ösis" Favoriten. Ein weiterer Sieg würde Platz fünf bedeuten.

"Unser ursprüngliches Ziel war Platz fünf. Und wenn wir verlieren, werde ich einen Tag angefressen sein, aber dennoch wissen, dass wir hier ein sensationelles Turnier gespielt haben. Denn in dieser schweren Gruppe ungeschlagen Erster zu werden, ist unglaublich", erklärte Doppler.

Als automatischen Favoriten im nächsten Match sah er sich und Gartmayer aber nicht. "Gegen einen Gruppendritten zu spielen, heißt nichts. Und es ist auch völlig egal, gegen wen wir spielen, alle sind stark. Wenn wir unser Spiel spielen, werden wir sie schlagen. Wir können an einem schlechten Tag aber auch gegen alle verlieren." (apa/red)

14.8.2008 17:10
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