Prödl und Fuchs feiern ihre BuLi-Debüts:
"Ösis" stehen bei ihren Klubs in der Startelf
- Prödl trifft mit Bremen auswärts auf Bielefeld
- Neo-Bochumer Fuchs spielt zu Beginn in Karlsruhe

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Christian Fuchs und Sebastian Prödl haben sich für ihr Debüt in der deutschen Fußball-Bundesliga heute Samstag viel vorgenommen. Beide ÖFB-Teamspieler stehen in der Auftaktrunde in der Anfangsformation ihrer Clubs, Prödl startet mit Werder Bremen auswärts gegen Arminia Bielefeld (15.30 Uhr), Fuchs tritt zum Auftakt der Punktejagd mit dem VfL Bochum in Karlsruhe an.
Prödl agiert gegen die Bielefelder in der gewohnten Rolle als Innenverteidiger. "Ich will mich schnell gut einfügen und mit der Mannschaft Erfolg haben", erklärte der Steirer, der aufgrund der Knieverletzung des DFB-Internationalen Per Mertesacker von Beginn an einläuft. "Natürlich tut es mir leid für ihn, dass er sich verletzt hat. Andererseits nimmt sich der Körper eben die Pausen, die er braucht."
Neben Mertesacker muss Werder auch auf den im olympischen Fußball-Turnier engagierten brasilianischen Top-Star Diego verzichten, dennoch zeigt sich Prödl ("Wir wollen um den Meistertitel mitspielen") nicht nur für die Bielefeld-Partie, sondern für den gesamten Meisterschaftsverlauf optimistisch. "Wir wissen, dass unsere Konkurrenz stark ist, aber wir wissen auch, wie stark wir sind."
So wie Prödl (9:3 in der ersten Cup-Runde bei Eintracht Nordhorn) hat auch Fuchs sein erstes Pflichtspiel für die Bochumer bereits in der vergangenen Woche erfolgreich hinter sich gebracht. Der Ex-Mattersburger spielte beim 6:5 im Elferschießen auswärts gegen Preußen Münster durch und verwertete im Shoot-Out obendrein den wichtigen Penalty zum 5:5. "Das war etwas ganz Besonderes. Wenn ich verschossen hätte, wären wir wahrscheinlich draußen gewesen", sagte der Niederösterreicher, der dem Anpfiff gegen Karlsruhe schon entgegenfiebert. "Wir können den Bundesliga-Start nicht mehr erwarten und haben in der Vorbereitung ganz gut gearbeitet."
Fuchs wohl linker Verteidiger
Fuchs dürfte zwar im Konzept von Trainer Marcel Koller eine tragende Rolle als linker Verteidiger in der Viererkette spielen, er zeigte in der Cup-Partie aber auch, dass er im linken Mittelfeld durchaus Akzente setzen kann. "Es war eine gute Partie, auch von den Kritiken her. Der Trainer hat gesehen, dass ich auch im Mittelfeld eine Alternative bin. Das ist natürlich sehr positiv für mich", erklärte der 22-Jährige und meinte weiter: "Ich zeige in jedem Training, dass auch wir Österreicher kicken können, und ich habe mit Leistung bisher bewiesen, dass ich eine Verstärkung bin."
Mit seinem neuen Verein will sich Fuchs so schnell wie möglich in den oberen Regionen der Tabelle festsetzen. "Gegen Karlsruhe, einen Gegner, der sich in einem ähnlichen Bereich wie wir ansiedeln wird, wollen wir mit einem positiven Ergebnis starten. Ich glaube schon, dass im Endeffekt ein einstelliger Tabellenplatz realistisch ist, aber es wird nicht leicht werden", prophezeite Fuchs. (apa/red)
