Noch nicht alles Eitel Wonne bei den Bullen:
Adriaanse nach 4:1 in Litauen aber zufrieden
- Salzburger stehen quasi in UEFA-Cup-Hauptrunde
- "Unser Fokus wird immer auf Offensivfußball liegen"

·Tore waren Balsam auf Jankos Wunden
Stürmer versenkte bei Suduva zwei Strafstöße
·Elfmeter von Haas rettet Sturm in Zürich
Engagierte Grazer machen Rückstand wett
·Tiflis gegen Austria steigt am 28. August
UEFA-Cup-Quali wegen Kämpfen verschoben
Es klingt klarer, als es eigentlich war. Red Bull Salzburg steht nach dem 4:1-Triumph beim FK Suduva Marijampole praktisch in der ersten Hauptrunde des UEFA-Cups. Wirklich überzeugend hatte sich der österreichische Vizemeister zwar auch in Litauen nicht präsentiert, aber Trainer Co Adriaanse zeigte sich mit der Leistung seines Ensembles zufrieden. "Reife kann man auch zeigen, indem man Tore schießt", erklärte der Niederländer.
Durch ihre offensive Spielweise eröffnen die Salzburger allerdings auch ihren Gegnern stets Räume und Tormöglichkeiten. Selbst Außenseiter Marijampole hatte nach dem überraschenden 1:0 sogar das 2:0 auf dem Fuß, ehe ein glücklicher Treffer von Ibrahim Sekagya und ein Elfmeter-Doppelpack von Marc Janko die Partie drehten. "Wir sind kein defensives Team. Unser Fokus wird immer auf Offensivfußball liegen", betonte Adriaanse einmal mehr.
In dieser Philosophie unterscheidet sich der 61-Jährige eklatant von seinem Vorgänger Giovanni Trapattoni, der auch in der heimischen Liga aus einer massierten Abwehr heraus hatte spielen lassen. Adriaanse dagegen will auch gegen einen europäischen Großclub, wie er den ungesetzten Salzburgern in der ersten UEFA-Cup-Runde bevorsteht, angreifen. Die Auslosung erfolgt am Tag nach dem Rückspiel gegen Marijampole am 29. August in Monte Carlo, mögliche Gegner sind etwa der FC Sevilla, Tottenham oder der AC Milan.
"Wir sind Spielmacher"
Die Gefahr, gegen eine stärkere Offensivabteilung als jene des litauischen Vizemeisters ins offene Messer zu laufen, sieht Adriaanse nicht. "Wir wollen gegen jeden Gegner das Spiel machen. Das ist unsere Stärke, wir sind Spielmacher", erklärte der Niederländer. "Dadurch kann man aber natürlich immer auch ein Tor bekommen." Bei jenem in Marijampole verlor Rene Aufhauser sein Kopfball-Duell mit Luksys, gestand danach einen "individuellen Fehler".
Die Litauer hatten vor der Pause gut mitgespielt. "In der zweiten Hälfte haben die Mannschaft und einige Spieler aber ihre spezielle Klasse gezeigt", meinte Adriaanse. Diese manifestierte sich in zwei Elfertoren des bis dahin offensichtlich verunsicherten Solostürmers Janko sowie eines Traumtores des eingewechselten Louis Ngwat-Mahop. "Wir haben aber auch schon in der ersten Hälfte Chancen kreiert. Man darf nicht immer nur auf die Tore schauen, sondern auch auf die Entwicklung des Spiels", erinnerte Adriaanse.
Sekagya bringt Salzburg ins Spiel zurück
Die Salzburger hatten die Begegnung zwar kontrolliert, zum Ausgleich bedurfte es aber dennoch einer Standardsituation. Nach einem Corner des starken Jezek drückte Sekagya, der nach dem Spiel bei der Dopingkontrolle etwas länger zum Wasserlassen brauchte, den Ball via Innenstange über die Linie. "Es ist nicht das erste Mal, dass wir aus diesen Situationen ein Tor erzielen", sprach Adriaanse die Stärke der Bullen bei ruhenden Bällen an. (apa/red)
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