NEWS-Sportexperte Andy Jaros analysiert:
"Jimmy" Hoffers Olympischer Vierkampf
- Nimmt im Schatten von Peking die beste Bundesliga-
Meisterschaft aller Zeiten ihren Lauf?

·Torrekord in sechster
Bundesliga-Runde
23 Treffer bringen Schnitt
von 4,6 Toren pro Spiel
·Tabelle: So steht
es in der Erste Liga
Punkte und Ergebnisse der Saison 2010/2011
Mit acht Geschwistern ist Jimmy Hoffer in der Haidhofsiedlung bei Baden aufgewachsen. In der sechsten Bundesliga-Runde hätte der Rapid-Turbozwerg fast jedem einzelnen Familienmitglied ein Tor widmen können, so grimmig entschlossen wilderte er in Altach. Gnädigerweise hörte er nach vier Stück innerhalb von 23 Minuten auf, was aber immer noch bemerkenswert genug war: Der letzte Grün-Weiße, dem in der Fremde ein Quattro-Pack gelungen war, hieß vor 23 Jahren Zizo Kranjcar. Die Vier passte am ersten Olympia-Weekend auch exakt zu den Tattoos auf Jimmys Schulter: Dort hat sich der 21-Jährige die vier Begriffe Liebe, Glück, Gesundheit, Familie in chinesischen Schriftzeichen eintätowieren lassen.
Generell unter die Haut ging die Performance der Hütteldorfer beim 7:2 ausgerechnet in Altach, wo vorher drei von vier Spielen verloren wurden, ballerten sie sich den Frust vom Europacup-Out gegen Famagusta weg. In der Offensive passte die Leistung zu den neuen Auswärtsdressen: Feinster Nadelstreif.
Erstaunlich auch, wie die Austria zwei Wochen vor dem Derby gegen Rapid im Hanappi-Stadion einen 0:2-Rückstand gegen den bisherigen Tabellenführer Red Bull in letzter Sekunde in ein 3:2 verwandelte. In einem Schlager, der die vollmundige Ankündigung von Bundesliga-Vorstand Georg Pangl nach der EURO, vor der besten Meisterschaft aller Zeiten zu stehen, nicht mehr als Utopie erscheinen und auch den kiebitzenden Neo-Teamchef Karel Brückner zufrieden abdampfen ließ.
Neuer Tabellenführer ist nach der Gala der Violetten aus Wien und Salzburg aber Sturm: Franco Fodas UEFA-Cup-Fighter spazierten im ersten Oberhaus-Derby gegen Kapfenberg seit 41 Jahren im mit 11.000 Fans randvollen Franz-Fekete-Stadion zu einem ungefährdeten 3:1-Auswärtserfolg. Der Neuling muss also noch weiter auf seinen ersten Sieg warten. Kärnten hat ihn seit Samstag nach einer Verbalgrätsche von Frenkie Schinkels gegen seine Spieler Ihr seid nicht auf Urlaub hier! - 2:0 gegen Mattersburg.
