Human Rights Watch verdächtigt Moskau:
Hat Russland Cluster-Bomben eingesetzt?
- Angebliche Verwendung von Streumunition RBK-250
- Niederländischer Journalist ums Leben gekommen?

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Russische Streitkräfte haben nach Angaben der Menschenrechts-
Organisation Human Rights Watch bei ihrem Einsatz in Georgien auch umstrittene Streumunition eingesetzt. Wie die Organisation in der georgischen Hauptstadt Tiflis mitteilte, seien sogenannte Cluster-Bomben bei Luftangriffen über zwei georgischen Ortschaften abgeworfen worden. "Cluster-Bomben sind wahllose Killer, die von den meisten Staaten geächtet wurden", sagte Marc Garlasco, Militärexperte von Human Rights Watch. Russland müsse sich an der Beseitigung der beim Einsatz solcher Streumunition zurückbleibenden Blindgänger beteiligen, forderte er.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation wurden die Streubomben vom russischen Typ RBK-250 am vergangenen Dienstag bei Luftangriffen auf die Stadt Gori und die Ortschaft Ruisi nahe der Grenze zu der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien eingesetzt. Mindestens elf Menschen seien getötet und Dutzende verletzt worden. Bei dem Angriff auf Gori sei auch ein niederländischer Journalist ums Leben gekommen, ein israelischer Kollege sei schwer verletzt worden. Human Rights Watch beruft sich auf eigene Untersuchungen der Angriffe und Befragungen von Überlebenden sowie Ärzten und Militärs. Von einem Luftangriff gebe es auch Videoaufzeichnungen, hieß es.
Streubomben gelten als besonders heimtückische Waffenart. Sie enthalten viele kleinere Sprengkörper, die sich bei der Detonation über eine weite Fläche verteilen. Ein nicht geringer Anteil dieser Mini-Bomben explodiert jedoch nicht und bleibt als gefährlicher Blindgänger liegen. Im Mai hatten in Dublin mehr als 100 Staaten eine "Konvention über Streumunition" vereinbart, die die weltweite Vernichtung dieser Waffen innerhalb von acht Jahren vorsieht.
(apa/red)
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