Israel legt konkretes Lösungs-Angebot vor:
Abbas lehnt Olmerts Zwei-Staaten-Plan ab
- Vorschlag laut palästinensischem Präsident "unseriös"
- Flüchtlings-Rückkehr nur in Ausnahmefällen erlaubt
Die Palästinenser-Führung hat einen Vorschlag von Israels Regierungschef Olmert für eine Zwei-Staaten-Lösung abgelehnt. Der Plan sei nicht akzeptabel, sagte ein Berater von Präsident Abbas. Die Palästinenser fordern einen geografisch zusammenhängenden Staat in den Grenzen von 1967 ohne israelische Siedlungen und mit Hauptstadt Jerusalem.
In einer Erklärung des palästinensischen Chefunterhändlers Erekat hieß es, die Tage von "Salamitaktik und Teillösungen" seien lange vorbei. Die Palästinenser seien nicht bereit, eine solche Lösung zu akzeptieren, weil damit der Konflikt mit Israel nur verlängert und verschärft würde.
Die palästinensische Führung reagierte damit auf einen Bericht von "Haaretz", wonach Olmert den Palästinensern 93 Prozent des besetzten Westjordanlandes überlassen und ihnen als Kompensation für die annektierten großen Siedlungsblöcke ein Wüstengebiet von der Größe von 5,5 Prozent des Westjordanlands geben wolle, das an den Gaza-Streifen grenzt. Das besonders strittige Thema Jerusalem soll vorerst ganz ausgeklammert werden.
In der Flüchtlingsfrage will Israel nur in Ausnahmefällen den rund 4,4 Millionen palästinensischen Flüchtlingen und Vertriebenen die Rückkehr gestatten. Die Vereinbarung soll erst dann umgesetzt werden, wenn die Abbas-Regierung wieder die Kontrolle über den derzeit von der radikalen Hamas beherrschten Gaza-Streifen zurückgewonnen hat.
(apa/red)
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