Dienstag, 12. August 2008

160.000 Menschen auf Philippinen geflohen:
Regierung startete Offensive gegen Rebellen

  • Kämpfer zogen sich aus etlichen Dörfern zurück
  • Radikale Islamisten kämpfen für unabhängigen Staat

Eine Offensive der philippinischen Truppen im Süden des Landes gegen muslimische Rebellen hat fast 160.000 Menschen in die Flucht getrieben. Die Rebellen zogen sich aus etlichen besetzten Dörfern zurück. Das Fernsehen zeigte Bilder von Menschen, die hastig ihre Sachen und packten, als sie Gefechtslärm hörten.

Innenminister Ronaldo Puno warf den Rebellen der Islamischen Befreiungsfront Moro (MILF) vor, sich nicht rechtzeitig aus den Dörfern in der vorwiegend von Christen bewohnten Provinz North Cotabato zurückgezogen zu haben. Sie hätten die Bewohner gezwungen, zur Erntezeit ihre Felder im Stich zu lassen. Die philippinische Regierung setzte den Rebellen ein Ultimatum und begann dann, deren Stellungen mit Artillerie und Hubschraubern anzugreifen.

Die radikalislamische Organisation kämpft seit 30 Jahren für einen unabhängigen islamischen Staat im Süden des überwiegend katholischen Landes.

(apa/red)

12.8.2008 08:34