Der Dalai Lama auf Frankreich-Besuch: Er weiht bei Paris die größte Pagode Europas
- Präsident Sarkozy lehnt Treffen nach Kritik ab
- Tibetisches Oberhaupt mit mehrtägiger Vortragsreihe

Der Dalai Lama beginnt heute sein elftägiges Besuchsprogramm in Frankreich. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter wird in Veneux-les-Sablons bei Paris vor 600 Gästen einen buddhistischen Tempel weihen und ein "Friedensgebet" sprechen. Am Nachmittag besucht er in Evry südlich der Hauptstadt die größte vietnamesische Pagode in Europa. Dort soll der Friedensnobelpreisträger vor 1500 Gläubigen sprechen. In Frankreich leben rund 770.000 Buddhisten.
Am Mittwoch ist ein Treffen des tibetischen Oberhaupts im Exil mit Vertretern des französischen Senats geplant, bevor der Dalai Lama sich zu einer mehrtägigen Vortagsreihe nach Nantes begibt. Ein Treffen mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy steht nach dem Konflikt zwischen Paris und Peking um die chinesische Tibet-Politik nicht auf dem Programm. Sarkozy, der auch amtierender EU-Ratspräsident ist, hatte sich zur Olympia-Eröffnung am Freitag in China aufgehalten. Die französische Opposition hatte den Besuch am Wochenende scharf kritisiert. (apa/red)
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