Rückkehr an den Tatort: Vierfachmörder war angeblich noch einmal in Strasshof
- Fluchtroute führte ihn über Tschechien und Slowakei
- Zweiter Verdächtiger: "Kein Kontakt" mit Josef B.

·Anwalt: Tat schon vor
einem Jahr geplant
Strasshof-Mörder fühlte sich von Opfern beleidigt
·Josef B. gesteht Strasshofer Bluttat
Aufgestauter Hass als Motiv des Vierfachmordes
Der mutmaßliche Vierfachmörder von Strasshof soll im Zuge seiner Flucht in den Ort des Verbrechens zurückgekehrt sein. Dies berichtete Oberst Schuch, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich. Gegen den zweiten Verdächtigen rund um den Fall werde wegen Beitragstäterschaft ermittelt. Der 45-Jährige dementierte jede Mittäterschaft.
Nähere Angaben rund um den angeblichen Aufenthalt von Josef B. in Strasshof wurden von der Exekutive unter Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht gemacht. Der 66-jährige Josef B. soll am 1. Juli in Strasshof vier Verwandte getötet haben. Nach der Bluttat entkam der Mann, bei seiner Flucht hielt er sich in Tschechien und der Slowakei auf. Der Tatverdächtige wurde nach Hinweisen aus der Bevölkerung auf einem Campingplatz beim Stausee Ottenstein im Waldviertel festgenommen. Zu den Vorwürfen habe sich der 66-Jährige geständig gezeigt. Der Verdächtige wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.
"Kein Kontakt" mit Josef B.
Der 45-Jährige Verdächtige habe laut seinem Anwalt eine Woche vor der Tat und während der Flucht von Josef B. "keinen Kontakt" zu dem 66-Jährigen gehabt. Der Mann, der vergangenen in Untersuchungshaft genommen wurde, steht unter Verdacht, von dem Vierfachmord gewusst zu haben.
Josef B. habe während seiner Flucht SMS an den 45-Jährigen gesendet. Diese habe der Mann aber nicht bekommen, da das Handy nicht aktiv gewesen sei. Danach habe der 66-Jährige zwei Briefe an den 45-Jährigen geschickt, wo er 150.000 bzw. 170.000 Euro von dem Angehörigen erpressen habe wollen, so der Jurist. Der 45-Jährige sei "fassungs- und ratlos" über die Vorwürfe hinsichtlich der Beitragstäterschaft, da er intensiv mit der Polizei zusammengearbeitet habe.
(apa/red)
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