Rasche Festnahme vor idyllischer Kulisse:
Campinggäste sahen sich in Film versetzt
- Knapp 20 Einsatzkräfte in Zivil stürmten auf Gelände
- Verdächtiger Josef B. campierte ohne Anmeldung

Der Campingplatz Lichtenfels am Stausee Ottenstein ist ein beschauliches Plätzchen inmitten der idyllischen Waldviertler Landschaft. Rummel gibt's hier eigentlich hauptsächlich während Musikfestivals wie Sonnenklang, abseits dieser Events setzen sich die Camper vorwiegend aus Naturfreaks zusammen. In dieses stimmungsvolle Ferien-Dasein platzte eine spektakuläre Festnahme, da einer der Gäste der mutmaßliche Vierfachmörder von Strasshof war.
Am Abend war nichts mehr von den dramatischen Ereignissen zu bemerken, die auf dem großen Gelände auch nur die wenigsten mitbekommen hatten. "Idylle pur" war der Eindruck: Die Menschen saßen in der Abendsonne beisammen, tranken Bier und plauderten - natürlich auch über den Einsatz.
Manche glaubten an Überfall
Manche dachten zunächst, es finde ein Überfall auf den Campingplatz statt, als plötzlich sieben, acht Fahrzeuge vorfuhren und knapp 20 Einsatzkräfte Mann in Zivil auf das Gelände kamen: "Es war wie im Film." Als der Verdächtige offenbar überwältigt wurde, seien Schreie zu hören gewesen, sagte ein Dauercamper.
Der Verwalter des Campingplatzes, Dieter Geuer, berichtete, dass der 66-Jährige angekommen war, sich aber nicht anmeldete. Der Mann sei ihm heute aufgefallen, weil er ein auffallendes, hochwertiges Rad, vermutlich ein Damenrad, bei sich hatte. Das Zelt hatte er im Bereich des Zeltplatzes eher am Rand nahe einer Hecke aufgebaut. Gerüchten zufolge soll den Mann ein junges Pärchen hergebracht haben. Auf dem Areal am Stausee gibt es laut dem Verwalter 70 Dauercamper mit Wohnwagen und 30 Zeltplätze.
(apa/red)
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