Montag, 11. August 2008

Urlauberin im Millstätter See ertrunken:
Der Leichnam wurde noch nicht geborgen

  • Polizei geht von einem tödlichen Badeunfall aus
  • Frau wollte See mit ihrem Ehemann durchschwimmen

Eine 50 Jahre alte Urlauberin aus Deutschland ist beim Schwimmen im Millstätter See in Kärnten untergegangen. Ihr Leichnam wurde noch nicht gefunden, das Wasser ist an der Unfallstelle bis zu 120 Meter tief. Die Polizei geht von einem Badeunfall mit tödlichem Ausgang aus. Die Suche wurde fortgesetzt.

Die Frau wollte den See gemeinsam mit ihrem Ehemann auf Höhe des östlichen Ortsendes von Millstatt durchschwimmen. Nach etwa 200 Metern war sie plötzlich verschwunden. Die sofort eingeleitete Suchaktion, an der die lokale freiwillige Feuerwehr, die Wasserrettung sowie Taucher der Berufsfeuerwehr Klagenfurt beteiligt waren, blieb erfolglos.

Suche mit Spezialkamera
"Unsere Leute können nur bis zu einer Tiefe von 40 Metern tauchen", sagte Wolfgang Germ, Sprecher der Berufsfeuerwehr Klagenfurt. Die freiwillige Feuerwehr setze zwar die oberflächliche Suche nach der Vermissten fort. "Dass der Körper wieder auftreibt ist wegen der im See herrschenden Wassertemperaturen aber unwahrscheinlich", meinte Germ. Es bestünde allerdings noch die Suchmöglichkeit mit einer Spezialkamera, diese sei allerdings sehr kostenintensiv, erklärte der Feuerwehrsprecher.

Somalier in Wiener Badeteich ertrunken
Auch in einem Wiener Badeteich hat sich ein tragischer Badeufall ereignet: Ein 25-jähriger somalischer Asylwerber ertrank im Mühlwasser, weil der Nichtschwimmer offenbar die Gefahr im Wasser unterschätzt hatte. Obwohl ein anderer Badegast den wild um sich schlagenden Mann entdeckt und wieder an die Oberfläche gezogen hatte, kam jede Hilfe zu spät.

Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der vierfache Familienvater hielt sich erst seit kurzem in Wien auf.

(apa/red)

11.8.2008 10:59