Gefahr für Allergiker lauert an jeder Ecke: Ambrosia breitet sich bei uns zusehends aus
- Besonders in Wien, Südoststeiermark & Burgenland
- Verbreitet an Straßenrändern, in Gärten und Parks

Sie ist u.a. an Straßenrändern, auf Erdhaufen neben Baustellen, Gärten und Parks zu finden: die Allergie auslösende Unkrautart Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia), auch bekannt als Ragweed oder Beifußblättriges Traubenkraut. Der Klimawandel begünstigt das Vorkommen der Pflanze, die sich beständig in Teilen Österreichs ausbreitet.
Ambrosia wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppt. Heute ist die Pflanze bereits in ganz Österreich zu finden, besonders aber in klimabegünstigten Regionen wie Wien, Südoststeiermark, Burgenland und Teilen Nieder- und Oberösterreichs, so die (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) AGES. Auch andere Länder wie Ungarn, Serbien, Kroatien, Frankreich, Tschechien, Deutschland und Schweiz würden sich mit Befallsproblemen konfrontiert sehen.
Allergiker leiden, Landwirtschaft beeinträchtigt
In den USA und Kanada hat sich Ambrosia zum Hauptallergen bei empfindlichen Menschen entwickelt. Die Pollen verbreiten sich über den Wind in einer Jahreszeit, in der andere Pollenpflanzen bereits fast verblüht sind und verlängern so die Leidenszeit von Allergikern bis in den Oktober hinein. Als Unkraut kann die Pflanze auch Schäden in der Landwirtschaft verursachen.
Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung der wärmebedürftigen, anpassungsfähigen Unkrautart zusätzlich. Die steigenden Temperaturmittel bewirken zeitigeres Keimen im Frühjahr mit längerer Wachstumsperiode in den Herbst hinein. Die AGES sprach sich für eine verpflichtende Bekämpfung aus, da die gesundheitliche Belastung der Bevölkerung jedes Jahr steige. Erlaubte chemische und mechanische Möglichkeiten sollten ausgeschöpft werden. Einzelne Pflanzen sollten vor der Blüte mit ihren Wurzeln ausgerissen und in Plastiksäcken verpackt entsorgt werden. (apa/red)
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