Freitag, 8. August 2008

Wirtschaftliche Stimmung auf Rekordtief:
Österreicher sehen sich finanziell schlechter

  • Neue Umfrage zeigt Pessimismus für die Zukunft
  • Teuerung wird von 72 Prozent als Problem gesehen

Die wirtschaftliche Stimmung der Österreicher ist auf ein Rekordtief gesunken. Fast drei Viertel der Bevölkerung sind der Überzeugung, dass es ihnen finanziell schlechter als vor einem Jahr geht. Der Blick in die Zukunft fällt ebenso pessimistisch aus. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS hervor.

74 Prozent gaben in der Umfrage an, verglichen mit dem Vorjahr materielle Einbußen erlitten zu haben, nur fünf Prozent sprachen von einem höheren Lebensstandard. Am düstersten wird die Entwicklung der eigenen Situation von älteren Menschen und Personen mit einfachster Bildung geschildert.

Verschlechterung wird erwartet
Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) glauben, dass sich der Lebensstandard im kommenden Jahr weiter verschlechtern wird. Abermals ist das der schlechteste Wert seit Beginn der IMAS-Trendbeobachtung 1973. Wieder nur jeder Zwanzigste glaubt an eine Verbesserung. Besonders skeptisch zeigen sich Landwirte und Menschen mit einfacher Schulbildung.

72 Prozent sind der Meinung, dass sich die Teuerung auf ihre Lebenslage sehr bzw. ziemlich stark ausgewirkt hat. Nur jeder Vierte fühlt sich wenig oder gar nicht davon betroffen. 41 Prozent sind der Ansicht, dass die Regierung große Möglichkeiten besitzt, den Preisanstieg zu stoppen. 38 Prozent glauben, dass die Inflation von der Weltwirtschaft abhängt.

Die Anhänger von FPÖ, BZÖ und SPÖ sind in erster Linie davon überzeugt, dass die Inflation von Österreich aus wirksam bekämpft werden kann. Die meisten Skeptiker finden sich bei ÖVP-Sympathisanten.
(apa/red)

8.8.2008 11:56