Österreichs Schützen kämpfen mit Anlagen:
Trainingscamp schwierig, Dorf aber "Klasse"
- Farnik, Planer & Knögler: "Es war etwas umständlich"
- Planer verteidigt Olympia-Bronze im KK-3 Bewerb

Österreichs "Ballermann-Trio" Thomas Farnik, Christian Planer und Mario Knögler ist nach einem einwöchigen und nicht ganz unproblematischen Trainingslager in Malaysia wohlbehalten am Olympiaschauplatz in Peking eingetroffen. Nur die Tasche mit der Schießbekleidung von Planer war auf dem Flug zunächst verschollen gegangen.
Nachdem das Trainingscamp auf der malaysischen Ferieninsel Langkawi wegen Waffentransportproblemen lange in der Luft gehangen war, hatten sich die drei ÖSB-Schützen letztlich doch sechs Tage lang abseits des olympischen Trubels an die Zeitumstellung und die Hitze gewöhnen können. Alles wäre am Ende auch perfekt gewesen, hätte nicht die Schießanlage "gesponnen". "Die Anlage ist an sich Weltklasse. Sie war aber so schlecht gewartet, dass die Hälfte der Stände defekt war und die andere Hälfte lange Zeit die Schüsse nicht richtig angezeigt hat", berichtete Planer. "Es war etwas umständlich."
"Das Olympische Dorf ist einsame Klasse"
Weil sich aber außer den Österreichern nur die Inder dort für Olympia einschossen, konnten Farnik, Planer und Knögler bei einem täglichen Pensum von vier bis fünf Stunden das vorgehabte Programm problemlos erledigen. In Peking war der erste Eindruck für das Schützen-Trio sehr positiv. "Die Leute sind hier sehr bemüht und das Olympische Dorf ist einsame Klasse", lobte Planer.
Der Tiroler, der vor vier Jahren in Athen Bronze im KK-3 gewonnen hat, ist am kommenden Montag zusammen mit Routinier Farnik erstmals bei Olympia im Einsatz. Beide treten zunächst im Bewerb Luftgewehr an. Am 15. August schießen Planer und Knögler mit dem Kleinkaliber-Gewehr liegend um Medaillen, am 17. August kämpfen Farnik und Knögler im "Königsbewerb" KK-Dreistellungsmatch (KK-3) um Edelmetall. Österreichs Schützen gelten bei Olympia stets als heiße Medaillenanwärter.
(apa/red)