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11.8.2008 16:31

Austro-Schwimmer mit Licht und Schatten:
Jukic im Finale, Rogan scheitert im Vorlauf

  • Europameisterin geht als Gesamtdritte in den Endlauf
  • Wiener verpasst Final-Einzug um nur 4/100 Sekunden

Die Wienerin Mirna Jukic steht in ihrem zweiten Olympia-Finale. Nach Rang sieben über 200 m Brust in Athen 2004 zog die 22-Jährige in Peking über 100 m Brust als Semifinal-Dritte in den Endlauf ein. Markus Rogan als Semifinal-Neunter über 100 m Rücken und Dominik Koll als -13. über 200 m Kraul schieden hingegen aus. Für beide geht es nun in den Vorläufen mit der 4-x-200-m-Kraulstaffel weiter.

Jukic war in 1:07,27 Minuten nur um 21/100 langsamer als am Vortag bei ihrem in den leistungsfördernden Abendstunden im Vorlauf geschwommenen österreichischen Rekord und darf sich nun am Dienstag im für 4.48 Uhr MESZ angesetzten Endlauf eine Medaillenchance ausrechnen. Davon will die Studentin aber nichts wissen: "Ich denke überhaupt nicht darüber nach. Ich bin einfach froh, dass ich im Finale bin - und das über 100 m Brust."

Vormittagstermin ein Vorteil
Die Europameisterin über diese Strecke hält es für möglich, dass sie in der Entscheidung auch nur Achte wird. Allerdings sieht Jukic einen Vorteil für sich darin, dass es am Vormittag um die Medaillen geht. "Ich freue mich, dass wir umgestellt und in der Früh trainiert haben. Das ist einfach anders." Bei einigen ihrer Konkurrentinnen ortet sie Probleme am frühen Tag. "Ich glaube nicht, dass da alle so gut drauf sind."

So war etwa die Russin Julia Efimowa, nachdem sie in den Vorläufen Jukic als Europarekordlerin entthront hatte, im Semifinale um 1,42 Sekunden langsamer. Die Australierin Leisel Jones ist für das OSV-Ass und die anderen unschlagbar. Hinter der Weltrekordlerin scheint das Feld offen. Für Jukic ist ab Silber alles möglich, sie hat die Chance auf ihr erste Olympia-Medaille.

"War mit der Brechstange"
Weniger zu lachen hatte Markus Rogan. Der 26-Jährige steigerte sich im Vergleich zum Vorlauf um 42/100 Sekunden, seine Zeit von 53,80 war aber für die Top Acht um 4/100 zu langsam. Seinen von der Melbourne-WM 2007 stammenden OSV-Rekord verpasste der Kurzbahn-Weltmeister um 2/100. "Das war mit der Brechstange", sagte Rogan. "Ich habe geglaubt, dass ich auch so ins Finale komme. Aber das war nicht so."

Der Kurzbahn-Weltrekordler über 200 m Rücken war vom hohen Niveau der Konkurrenz auch am Vormittag überrascht, so hatte er das nicht erwartet. "Dass sie noch einmal zulegen können, das habe ich nicht gedacht." Als Hauptmanko bei sich ortete Rogan das Fehlen der Höchstgeschwindigkeit. Der SVS-Niederösterreich-Athlet kam also sozusagen nicht richtig auf Touren. Jukic gratulierte er zum Final-Einzug: "Sie sollte mir ein paar Tipps geben."

Zufrieden trotz Ausscheiden
Koll durfte mit sich zufrieden sein, auch wenn er in 1:47,87 um 6/100 langsamer als im abendlichen Vorlauf gewesen war. Eine bessere Zeit vergab der Linzer mit einem verpatzten Anschlag, bis dahin war er besser im Rennen gelegen. Der grundsätzlich zufriedene Coach Helge Gödecke: "Das war der gleiche Fehler wie bei der WM in Melbourne." Die Top Acht wären aber auch so nicht drinnen gewesen, acht Zehntel haben Koll auf den Endlauf gefehlt.

SCHWIMMEN - Semifinal:
HERREN:
100 m Rücken:
1. Hayden Stoeckel (AUS) 52,97 Sekunden
2. Matt Grevers (USA) 52,99
3. Arkadij Wjatschanin (RUS) 53,06
4. Aschwin Wildeboer (ESP) 53,51
5. Aaron Peirsol (USA) 53,56
6. Liam Tancock (GBR) 53,61
7. Junichi Miyashita (JPN) 53,69
8. Ashley Delaney (AUS) 53,76
9. Markus Rogan (AUT) 53,80

200 m Kraul:
1. Peter Vanderkaay (USA) 1:45,76 Minuten
2. Park Tae-hwan (KOR) 1:45,99
3. Jean Basson (RSA) 1:46,13
4. Michael Phelps (USA) 1:46,28
5. Paul Biedermann (GER) 1:46,41
6. Yoshihiro Okumura (JPN) 1:46,44
7. Dominik Meichtry (SUI) 1:46,54
8. Robbie Renwick (GBR) 1:47,07
Weiter:
13. Dominik Koll (AUT) 1:47,87

DAMEN:
100 m Brust:
1. Leisel Jones (AUS) 1:05,80 Min.
2. Rebecca Soni (USA) 1:07,07
3. Mirna Jukic (AUT) 1:07,27
4. Tarnee White (AUS) 1:07,48
5. Julia Efimowa (RUS) 1:07,50
6. Sun Ye (CHN) 1:07,72
7. Megan Jendrick (USA) 1:08,07
8. Asami Kitagawa (JPN) 1:08,23

(apa/red)

11.8.2008 16:31
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