Enttäuschter Oblinger belegt Finalplatz 7: Keine Chance auf Medaille im Kajak-Slalom
- Bereits beim dritten mit zwei entscheidenden Fehlern
- Sieg geht an 21-jährigen Deutschen Alexander Grimm
Helmut Oblinger hat im Finale des olympischen Wildwasser-Bewerbes alles riskiert und verloren. Der Kanute aus Oberösterreich machte schon beim dritten Tor zwei entscheidende Fehler und musste sich am Ende unter zehn Finalisten mit Platz sieben zufriedengeben. Gold ging vor vollen Rängen am künstlichen Wildwasserkanal von Shunyi bei Peking an den 21-jährigen Deutschen Alexander Grimm.
"Natürlich bin ich enttäuscht. Aber ohne Risiko gewinnt man hier nichts mehr", sagte Oblinger, der im Gegensatz zum Olympia-Zweiten von Athen, dem Briten Campbell Walsh, als Neunter ins Finale gepaddelt war - allerdings bereits behaftet mit einer Hypothek von 1,46 Sekunden auf Bronze. Im Finale beging der 35-jährige Ex-Europameister dann beim dritten Tor zunächst einen leichten Fahrfehler. Beim Versuch, diesen zu korrigieren, touchierte er auch noch mit der Bootsspitze eine Stange, was mit zwei Sekunden bestraft wird.
"In Summe hat mich das drei Sekunden gekostet. Man hat also gesehen, dass an sich der Kurs Richtung Platz drei gestimmt hätte", sagte der vierfache Olympiastarter aus Schärding, der 2000 in Sydney Rang vier und in Athen Platz 13 belegt hatte. Am Ende fehlten Oblinger 5,38 Sekunden auf den Überraschungs-Dritten Benjamin Boukpeti aus Togo, der als Führender ins Finale gegangen war. Silber ging an den Franzosen Fabien Lefevre.
"Das Ergebnis ist unter dem Strich nicht schlecht, aber wenn man so weit gekommen ist, möchte man natürlich mehr. Und nach dem Vorlauf habe ich zum erweiterten Kreis der Favoriten gezählt", bedauerte Oblinger, der wie seine ebenfalls paddelnde Ehefrau Violetta in der Olympiasaison von massiven Krankheitsproblemen gebremst worden war. (apa/red)
