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6.8.2008 15:18

"Das ist das schönste Bad auf der Welt":
Wasserspringer kennen den Cube bereits

  • Richter, Kratochwil & Blaha schon im Februar vor Ort
  • Erste Olympische Spiele für Kratochwil und Blaha

Das österreichische olympische Wassersprung-Trio Anja Richter, Veronika Kratochwil und Constantin Blaha ist mit guten Erinnerungen auf die Sprunganlage in den Pekinger "Water Cube" zurückgekehrt. Nur wenige der ÖOC-Athleten in Peking haben ihre Sportstätte schon vor den Spielen kennen gelernt, sie gehören dazu. Noch dazu schnitten sie im Februar beim als Olympia-Qualifikation geltenden Weltcup ganz hervorragend ab.

Blaha und Kratochwil hatten das Semifinale der Top 18 erreicht und damit ihren internationalen Quotenplatz geholt. Für ihr Niveau waren das sehr gute Leistungen. Richter wurde zwar nur 14., hatte aber ihre damaligen zweieinhalb Salti rückwärts mit eineinhalb Schrauben als den besten Sprung ihres Lebens bezeichnet. Mit einem dementsprechend guten Gefühl kehrten die drei OSV-Athleten nun in den "Water Cube" zurück.

Trainer Michael Worisch hält diese Erfahrungen für bedeutend. "Psychologisch ist das sehr wichtig, dass sie hier schon einmal gut gesprungen sind", erklärte der Coach. "Dass damals waren gute Leistungen." Im ersten Training verlangte der Coach freilich noch nicht die volle Palette, setzte auf Erholung. "Das ist noch mehr zur Regeneration. Aber alle Drei sind fit und gesund, haben keine Schmerzen."

"Das ist das schönste Bad der Welt"
Und sie fühlen sich im "Water Cube" wohl. "Das ist das schönste Bad der Welt", verfiel Richter ins Schwärmen. Und die 30-Jährige hat in ihrer Karriere doch schon etliche Anlagen gesehen. "Es herrschen auch perfekte Luft- und Wassertemperaturen. Mir fällt nichts ein, was man verbessern könnte. Wir könnten uns sicher nicht auf die Halle ausreden." Richter hat ihren Bewerb nach ihren Teamkollegen, sie ist erst am 20. August vom Turm an der Reihe.

An die Lichtverhältnisse zu Wettkampfzeiten müssen sich die Worisch-Schützlinge freilich noch gewöhnen. Da am Abend gesprungen wird, passiert das unter Flutlicht. Untertags kommt jedoch durch die Wasserblasen nachempfundenen Dachfenster Tageslicht. Sein erstes Spättraining hat das OSV-Team am Donnerstag, auch am Vormittag wird geübt. Mittwochabend stand hingegen die Eröffnung des Österreich-Hauses auf dem Terminplan.

Debütanten Kratochwil und Blaha
Sind es für Richter bereits ihre vierten Olympischen Spiele, sind Kratochwil und Blaha Debütanten. Daher sind auch deren Eindrücke aus Peking andere. "Das Olympische Dorf ist wirklich sehr schön. Ich habe mir ja darunter nichts vorstellen können. Ihre Familie wird ebenso nicht in die chinesische Hauptstadt kommen wie jene von Blaha. Die Tickets waren schon vergriffen. Kratochwil: "Meine Eltern hätten das Zuschauen aber nervlich eh nicht gepackt."

Die 19-Jährige ist am Freitag nächster Woche vom 3-m-Brett an der Reihe, Blaha am Montag darauf. Der 20-Jährige ist für seinen Wettkampf zuversichtlich, eine seiner Stärken ist das coole, nervenstarke Auftreten. "Das hier ist ja ein ganz guter Boden für uns", meinte der Wiener relaxt. Ein bisschen hatte ihm auf der Fahrt zur Halle noch der Jet-Lag zu schaffen gemacht. "Da bin ich fast eingeschlafen. Nach dem Training ging es aber wieder."
(apa/red)

6.8.2008 15:18
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