Ian Thorpe stichelt gegen Michael Phelps:
Australier traut ihm acht Goldene nicht zu
- Ex-Olympiasieger Thorpe provoziert Amerikaner
- Schwimmer Phelps will Rekord von Spitz brechen

Der "Krach" im Lager der Schwimm-Superstars geht auch bei Olympia weiter. Der zurückgetretene Australier Ian Thorpe bezweifelt nämlich weiterhin, dass US-Star Michael Phelps in Peking acht Goldmedaillen gewinnen kann. "Ich kann es mir nicht vorstellen. Bei Olympia gibt es immer Überraschungen. Da ist immer einer, der einen besonderen Tag erwischt und Weltrekord schwimmt", meinte der Australier bei der Eröffnung des Pavillons von Olympia-Zeitnehmer Omega in Peking.
Phelps versucht seit längerem den Rekord seines US-Landsmannes Mark Spitz zu brechen. Spitz hatte 1972 in München sieben Mal Gold gewonnen. Thorpe selbst hatte vor vier Jahren in Athen mit seinem Sieg über 400 m Freistil dem US-Konkurrenten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Weil danach die US-Staffel nur Platz drei belegt hatte, musste sich Phelps damals sogar mit "nur" sechs Siegen begnügen. Bei der WM 2007 in Melbourne war Phelps um seine achte Goldmedaille gekommen, weil die US-Staffel schon im Vorlauf disqualifiziert worden war.
Der fünffache Olympiasieger Thorpe wiederholte damit in Peking seine schon vor einem Monat verkündeten Zweifel am achtfachen Gold-Gewinn von Phelps in China. Diesen Artikel soll der Amerikaner seitdem als "Motivation" in seinen Spind hängen haben. Er empfinde aber Riesenrespekt für Phelps, sagte der vor zwei Jahren unter etwas undurchsichtigen Umständen zurückgetretene Australier, der wegen andauernden Doping-Verdächtigungen nun sogar das französische Fachblatt L'Equipe geklagt hat. "Wen es auf diesem Planeten wirklich jemand gibt, der es schaffen kann, dann gehört Michael dazu." (apa/red)