Schlager ist mit Verhältnissen zufrieden: Klimaanlage gilt diesmal nicht als Ausrede
- Tischtennis-Star über Olympia-Halle "sehr glücklich"
- ÖTTV-Truppen bekommen es mit Chinesen zu tun

Werner Schlager fühlt sich in der olympischen Tischtennis-Halle wohl. Nachdem er seine Einheiten in der Trainingshalle eingestellt hatte, freundete er sich indes mit den Wettkampf-Tischen und den Rundum-Bedingungen an. Auch scheinbare Kleinigkeiten wie die Klimaanlage sollten dem 35-Jährigen diesmal anders als in Athen 2004 keine Schwierigkeiten machen. Da auch die Form passt, steht starken Leistungen derzeit nichts im Weg.
"Die Bedingungen sind der zweiten Halle ziemlich ähnlich", erklärte der Niederösterreicher. "Ich bin sehr, sehr glücklich darüber." Nichts stört Schlager mehr, als wechselnde oder beeinträchtigende Verhältnisse. "Nur sind in der zweiten Halle die Tische ein bisschen langsamer und der Ball springt ein bisschen höher." Doch das hält sich derart im Rahmen, dass es beim Wechsel zum Match keinen Einfluss haben sollte.
Klimaanlage in Peking kein Problem
Das trifft auch auf das Blasen der Klimaanlage zu. "Ich habe mit dem Competition-Manager gesprochen, sie drehen sie auf maximal 0,2 Prozent auf. Das ist ein kleines Lüftlein", sagte Schlager bei einer Pressekonferenz im Pekinger Österreich-Haus doch erleichtert. Bei den Spielen vor vier Jahren in Griechenland hatte er sich dadurch ja gestört gefühlt und aus dem Konzept bringen lassen. "Hier gibt es aber bis jetzt keine Probleme."
Besonders angetan hat es dem Doppel-Europameister 2005 die Halle, auch wenn sie nicht allzu groß ist und nicht einmal 9.000 Zuschauer fasst. "Ich finde, die Halle schaut einfach toll aus. Da spielen, macht ziemlich viel Spaß." Ursprünglich hätte sich das ÖTTV-Ass gewünscht, dass es ähnlich wie bei seinem WM-Titel ein großer Komplex ist. Gerade in China wäre das zu erwarten gewesen. Aber der Hallen-Architekt hat seine Arbeit auch so gut gemacht.
Halle "klein, aber fein"
"Die Zuschauer sind ziemlich weit oben, ziemlich schräg hinauf", erläuterte Schlager. "Wir spielen in einer kleinen, aber feinen Halle. Und gerade das Kompakte ist ein Vorteil für die Atmosphäre." Es wird so sein, dass im stets bis auf den letzten Platz gefüllten Komplex eine gigantische Stimmung entsteht. Ganz besonders wird das der Fall sein, wenn China spielt. Beide ÖTTV-Truppen treffen ja im Team-Bewerb auf die Chinesen.
Robert Gardos ist mit den Bedingungen auch zufrieden, angefangen von der Halle bis zu den Möglichkeiten im Olympischen Dorf. "Das Einzige, was ich nicht erwartet habe, ist, dass wir 40 Minuten bis zum Stadion fahren müssen." Ein kleines Problem bereitet den Spielern auch die hohe Luftfeuchtigkeit, die herrscht in der Halle ebenso wie im Freien. Verteidiger Chen Weixing ist dadurch der Vorhand-Belag auf seinem Schläger ein wenig herunter gegangen.
Die Auftakt-Partie der ÖTTV-Herren findet am Mittwoch um 8.30 Uhr MESZ gegen Australien statt, die österreichischen Damen beginnen schon viereinhalb Stunden vorher gegen die Dominikanische Republik. Diese Gruppe-A-Partien sind zu gewinnen, wollen sich die beiden Equipen die Aufstiegschance bewahren. Als entscheidend werden die folgende Herren-Partie gegen Griechenland sowie jene der Damen gegen Kroatien eingeschätzt. (apa/red)