Ein Judoka versilbert den Olympia-Auftakt:
Österreichische Athleten feiern Teil-Erfolge
- Ludwig Paischer holte gleich am ersten Tag Silber
- Keine Top-Plätze für Schwimmer, Radler und Reiter

·Erster Olympia-Tag-
erste Austro-Medaille
Judoka Ludwig Paischer holt sich Silbermedaille
·Fünf neue Rekorde, aber keiner steigt auf
Fünf ÖOC-Schwimmer scheitern in Vorläufen
·Harald Ambros' Pferd
macht leider schlapp
Wallach Quick erleidet
eine Bänderverletzung
·Sanchez gewinnt das
Rad-Straßenrennen
Österreicher im Kampf um Medaillen nicht dabei
Die Olympischen Sommerspiele haben für Österreich mit einem Paukenschlag begonnen: Judoka Ludwig Paischer wurde seinem Status als Medaillenkandidat gerecht und eroberte in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm Silber. Die übrigen ÖOC-Starter (Schwimmen, Radsport und Pferdesport) verbuchten zumindest Teilerfolge.
Der strahlende Mann am ersten Tag der Spiele war klarerweise Paischer. Der 26-jährige Salzburger musste sich nach drei erfolgreichen Kämpfen erst im Finale dem Koreaner Choi Min Ho durch Ippon geschlagen geben und holte die fünfte rot-weiß-rote Judo-Medaille der olympischen Geschichte. Schon bei Olympia 2004 in Athen war Paischer dem späteren Bronze-Medaillengewinner Choi unterlegen, damals allerdings schon in der ersten Runde.
Mate schrammt am Semifinale vorbei
Für Österreichs Schwimmer hingen die Trauben im "Water Cube" vorerst noch zu hoch. Keiner der fünf OSV-Athleten schaffte den Aufstieg. Knapp war Hunor Mate dran, über 100 m Brust verfehlte er das Semifinale als 18. um 22/100. Für Birgit Koschischek wurde es über 100 m Delfin Platz 26, ebenso wie für Jördis Steinegger über 400 m Lagen. Dinko Jukic als 400-m-Lagen-15. und David Brandl als 400-m-Kraul-20. verpassten das Finale der Top Acht.
Alle fünf OSV-Athleten markierten aber österreichische Rekorde. Besonders deutlich fiel die Verbesserung von Mate aus, und zwar um 1,11 Sekunden. Im Fall von Steinegger ist noch nicht geklärt, ob ihre 4:45,15 Minuten OSV-Bestleistung sind, bei vermutlich zu kurzem Becken war sie am 24. Juli bei den Staatsmeisterschaften in Schwechat auf 4:43,28 gekommen.
Pfannberger kurzzeitig auf Rang eins
Im Rad-Straßenrennen nährte Christian Pfannberger lange Zeit die Medaillenhoffnungen. Der Steirer ging nach einer beherzten Attacke in der vorletzten Runde mit 18 Sekunden Vorsprung in die Schlussrunde, wurde aber kurz darauf eingeholt. Pfannberger erreichte schließlich mit 2:28 Minuten Rückstand auf den spanischen Sieger Samuel Sanchez als 23. kurz vor dem Tiroler Thomas Rohregger (+2:36/39.) das Ziel.
Vielseitigkeitsreiter Harald Ambros klassierte sich nach dem ersten Teil der Dressurprüfung der Reitbewerbe in Hongkong an der 31. Stelle. Der 28-jährige Oberösterreicher und sein 15-jähriger Wallach Quick erhielten für die Darbietung im Dressur-Viereck 55,70 Strafpunkte. Der Olympia-19. von 2004 (mit der Stute Miss Ferrari) wird es damit nicht leicht haben, in den weiteren Teilbewerben Geländeritt und Springreiten seine Endplatzierung von Athen zu verbessern. (apa/red)