Olympia 2008

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8.8.2008 13:03

USA bezeichnen sich selbst als 'Underdogs':
China geht als Favorit ins Medaillen-Duell

  • USOC-Präsident: "China wird die dominante Nation"
  • Wachablöse auf Platz eins des Medaillenspiegels?

Die USA geben sich vor dem großen Medaillen-Duell mit Olympia-Gastgeber China betont kleinlaut. "Wir sind es nicht gewohnt, der Underdog bei Olympischen Spielen zu sein, doch diesmal werden wir es sein", sagte Peter Ueberroth, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der USA (USOC), vor der Olympia-Eröffnung. "Es wird uns aber nicht stoppen, wieder zu versuchen, die Nummer eins zu werden."

Seit China 1984 in Los Angeles erstmals bei Olympia Gold gewann, dominierten die USA viermal, nur 1988 und 1992 war die frühere UdSSR Medaillen-Spitzenreiter. In Athen 2004 kamen die Athleten aus dem "Reich der Mitte" mit Platz zwei in der Medaillenwertung und 32 Goldenen (USA: 36) schon gefährlich nahe. "Ich weiß um die Ressourcen der Chinesen und erwarte, dass sie die dominante Nation bei den Olympischen Spielen für viele Jahre werden", prophezeite Ueberroth, der 1984 als Olympia-Organisationschef fungierte.

Schwachstelle in der Leichtathletik
Aber auch China hat offiziell die Erwartungen gedämpft. Zumal das ehrgeizige "Projekt 119", mit dem besonders Erfolge in der Leichtathletik, im Schwimmen und Wassersport forciert werden sollten, nicht funktionierte. Zehn Goldmedaillen lautete einst die Vorgabe in diesen Sportarten, in denen 119 der 302 Olympia-Entscheidungen auf dem Programm stehen. Doch zum Beispiel in der Leichtathletik gibt es außer Hürdensprinter Liu Xiang, der 2004 Olympiasieger und 2007 Weltmeister wurde, keine weiteren klaren Favoriten.

In Peking schickt der Gastgeber das Rekordaufgebot von 639 Athleten in allen 28 Sportarten an den Start. Ihnen wollen 596 US-und auch die 467 russischen Sportler Paroli bieten.

Ausgerechnet die renommierte US-Fachzeitschrift "Sports Illustrated" sieht bei ihrer Hochrechnung China mit 49 Goldmedaillen schon in Peking vor den USA (45) und Russland (25), nach der Zahl der Podestplätze bleiben die Amerikaner aber mit 121 Stück vor dem Gastgeber (102). Dagegen liegt bei einer am Freitag veröffentlichten Prognose des Olympia-Magazins "Around the Rings", die auf den Ergebnissen der letzten Weltmeisterschaften basiert, die USA (49) vor China (38) und Russland (32). (apa/red)

8.8.2008 13:03
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