91.000 Fans sollen aufs Vogelnest fliegen:
Olympiastadion ist ein nationales Monument
- Stahlkonstruktion gilt als architektonisches Prunkstück
- Offiziell starben zwei Menschen bei den Bauarbeiten

Niaochao - das Vogelnest ist mit seiner gigantischen Stahlkonstruktion von weitem sichtbar. Im 91.000 Zuschauer fassende Nationalstadion in Peking werden die Eröffnungs-sowie die Abschlussfeier für die Olympischen Sommerspiele stattfinden. Es bildet aber auch die Kulisse für die Leichtathletik-Wettkämpfe und das Fußball-Finale der Männer.
Die Stahlkonstruktion der Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron wurde vom US-Magazin "Time" als eines der zehn weltweit herausragenden architektonischen Meisterwerke des vergangenen Jahres gekürt. Die Kosten werden offiziell mit 3,5 Mrd. Yuan (heute 329 Mio. Euro) angegeben. Als kreativer Berater war der chinesische Künstler Ai Weiwei beteiligt, der sich heute sehr kritisch über die kommunistische "Propaganda-Show" um die Olympischen Spiele äußert, aber unverändert stolz auf seinen künstlerischen Beitrag zu dem ungewöhnlichen Entwurf des Stadions ist.
Das Vogelnest war die letzte Baustelle für die Sommerspiele. Nach mehreren Verzögerungen, die mit den technischen Vorbereitungen für die Eröffnungsfeier begründet wurden, gab es dort erst im April einen ersten Leichtathletik-Wettbewerb. Wie viele vor allem aus dem Landesinneren nach Peking gekommene Wanderarbeiter auf der Baustelle werkten, ist nicht klar. Beim Bau des Vogelnestes gab es auch tödliche Unfälle, doch sollen nach amtlicher Darstellung nur zwei Arbeiter ums Leben gekommen sein.
(apa/red)