Ukraine reagiert auf EM-Kritik der UEFA:
Deutsche Architekten für Stadion engagiert
- Schachzug soll Kritik an Vorbereitungsarbeit mildern
- Renovierung des Kiewer Stadions bis 2010 fertig

·DFB könnte Ukraine die EM-Show stehlen
UEFA will Deutsche 2012
als Polens Ersatz-Partner
Die ukrainischen EM-Organisatoren haben das deutsche Architektenteam gmp ausgewählt, die Renovierung des Olympia-Stadions in Kiew durchzuführen und damit der Kritik an den Verzögerungen der Vorbereitungen auf die Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine und Polen ein wenig den Wind aus den Segeln genommen. Sportminister Juri Pawlenko gab die Entscheidung am Donnerstag im ukrainischen Olympiaquartier in Peking bekannt.
"Das Ministerium hat keine Zweifel daran, dass die Entscheidung für dieses bekannte europäische Unternehmen von den UEFA-Experten positiv aufgenommen werden wird", hieß es in einer Mitteilung. Damit sei sichergestellt, dass der Stadionumbau innerhalb der UEFA-Fristen abgeschlossen werde. Die Renovierung des EM-Finalstadions (84.000 Sitzplätze) soll in drei Phasen erfolgen und 2010 abgeschlossen sein.
Ein taiwanesisches Unternehmen war ursprünglich für den Umbau ausgewählt, der Auftrag aber kurz darauf storniert worden. Gerkan, Marg und Partner (gmp), die auch das Berliner Olympiastadion umbauen ließen, haben sich unter anderem gegen den britischen Stararchitekten Norman Foster durchgesetzt. UEFA-Präsident Michel Platini hatte heuer bei seinen zwei Besuchen in Kiew die schleppenden EM-Vorbereitungen kritisiert.
(apa/red)
